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Homepage fehler

Das Internet ist wie eine Art Fußgängerzone mit jeder Menge Schaufenster. Ist ein Schaufenster nicht interessant genug, dann zieht man weiter zum nächsten. Besonders, wenn Fehler wie diese gemacht werden.

 

1. Sonnenvergilbte Auslagen: offensichtlich veralteter Content

Besonders kleine und mittelgroße Firmen „glänzen“ gerne damit: ein Newsbereich, dessen letzte News schon 11 Monate auf dem Buckel hat. Seit dem letzten Eintrag ist leider auch der Werksstudent nicht mehr da, der als einziger wusste, wie man das komplizierte Content Management System benutzt.

Abhilfe: regelmäßiges Bloggen sorgt für Aktualität auf der Homepage und gibt Besuchern einen Grund regelmäßig vorbeizuschauen. Warum ein Blog so wichtig ist, erfahren Sie hier.

2. Grottige Schaufenstergestaltung: Webdesign, das abschreckt

Es gibt viele Möglichkeiten die Homepage abschreckend für Besucher zu gestalten. Schlechtes Design ist ein Hauptgrund für Besucher, die direkt wieder das Weite suchen. Ein neuer Website-Besucher bildet sich in kürzester Zeit sein Urteil über Ihre Website – Studien zufolge passiert das in nur 50 Millisekunden bei einer komplett fertig geladenen Seite. Gut, wenn die Seite einladend genug aussieht, um noch etwas mehr Zeit darauf zu verbringen.

Zum Gesamteindruck zählt übrigens auch die Werbung auf Ihrer Seite – auf ansprechenden Seiten ist Werbung zumeist dezent in das Design verbaut. Und passen Sie auf, für was Sie werben – Google Adsense blendet häufig sehr fragwürdige Anzeigen ein. Hier wird erklärt, wie man unseriöse Adsense Werbung einfach ausblendet.

Tipp: verwenden Sie ansehnliche Grafiken, um Texte aufzulockern. Was gar nicht geht sind Grafiken, die wegen ihrer mangelhaften Qualität verpixelt aussehen oder falsch verkleinerte Bilder, deren Proportionen verunstaltet wurden. Ebenfalls fatal: Grafiken mit mehreren Megabyte Größe, die sehr lange brauchen, um fertig zu laden.

3. Unsympathisches Verkäufergrinsen: Online-Auftritt nicht seriös

Bestimmt haben Sie im Urlaub schon einmal aufdringliche Straßenhändler gesehen, die recht aggressiv um Kundschaft buhlen. Warum sind diese Gesellen so unangenehm? Weil sie unseriös wirken und man kein gutes Gefühl hat dort sein Geld zu lassen. Wenn man am nächsten Tag mit einem Problem zurück kommt, ist der Straßenhändler vermutlich schon in die nächste Stadt weitergezogen.

Eine Homepage wirkt leider sehr schnell ebenso unseriös. Oft wegen fehlender Elemente. Sind ein Impressum (ist gesetzlich Pflicht), Referenzen und ein „Über uns“-Bereich auf Ihrer Seite vorhanden?

Abhilfe: versuchen Sie Ihren Besuchern ein Bild davon zu verschaffen, wer  hinter der Seite steht – am besten mit Namen und Foto. Und falls hinter Ihrer Firma ein echtes Unternehmen steht, bilden Sie auch das Mitarbeiter-Team und das Gebäude ab, in dem Ihre Firma zu Hause ist. Erzählen Sie die Geschichte des Unternehmens. Das alles schafft Vertrauen und ist wichtig für den Aufbau einer Kundenbeziehung.

4. Verkäufergeschrei: Mangelhaftes Textniveau

Das Internet besteht nach wie vor hauptsächlich aus Text. Und dieser Text sollte ein zu Ihrem Zielpublikum passenden Niveau haben. Im Internet ist die Aufmerksamkeitsspanne nicht sonderlich hoch, deswegen möchten die meisten Website-Surfer nicht mit komplizierter Prosa genervt werden. Kurzweilige Sätze funktionieren im Normalfalle besser. Texte unterteilt man in leicht verdauliche Abschnitte, die mit knackigen Überschriften betitelt sind.

Tipp: vermeiden Sie Rechtschreibfehler und vergewissern Sie sich über die Verständlichkeit, indem Sie Texte nach dem 4-Augen-Prinzip gegenchecken lassen. Wenn Sie Ihre Homepage in verschiedenen Sprachen veröffentlichen möchten, lassen Sie die Übersetzung auf jeden Fall von einem Profi machen. Und nein, es reicht nicht, dass Jim vom Irish Pub ganz gut Deutsch versteht – das macht ihn noch lange nicht zum Übersetzer.

5. Wucherndes Warenangebot: Navigationslosigkeit

Wahrscheinlich haben Sie schon mal einen 1-Euro Shop von innen gesehen. Normalerweise geht es darin einigermaßen chaotisch zu, da die Waren nicht sonderlich gut strukturiert sind – das erschwert das Auffinden des gesuchten Gegenstandes.

Abhilfe: machen Sie es sowohl Besuchern als auch Suchmaschinen so leicht wie möglich sich auf Ihrer Homepage zurecht zu finden. Die Navigation sollte sich nach den Bedürfnissen Ihrer Besucher ausrichten und nicht etwa nach Ihrer internen Organisation.

Vermeiden sollten Sie auch zu viel Kreativität in der Navigation. Beispielsweise eine Navigation mit Fragen:

WAS? | WER? | WARUM? | WO?

Das mag auf den ersten Blick witzig wirken, leider hat aber kaum einer Ihrer Besucher Zeit oder Lust die mentale Energie aufzubringen, um die Fragen in das gewohnte Format umzuwandeln, das eher so aussehen sollte:

SERVICES | ÜBER UNS | UNSERE VORTEILE | KONTAKT

Um Suchmaschinen die Navigation auf Ihrer Website zu erleichtern, sollten Sie übrigens eine Sitemap haben. Diese wird normalerweise durch Ihr Content Management System oder Ihren Homepage-Baukasten ganz automatisch generiert. Diese können Sie dann an die Google Webmaster Console übermitteln, so dass Google keine Ihrer Seiten entgeht.

6. Eine Eingangstür, die klemmt = keine smartphone-taugliche Website

Stellen Sie sich vor man kommt in Ihren Laden nur mit Turnschuhen hinein. Kunden, die Lederschuhe, Sandalen oder Stiefel tragen, können sich Ihre Waren nur von außen ansehen. Das ist mehr oder weniger was passiert, wenn Sie keine mobiltaugliche Version Ihrer Homepage anbieten.

Bei uns sind z.B. 15% aller Besucher Smartphone- oder Tablet-Nutzer, was inzwischen eine recht durchschnittliche Zahl ist. Noch vor einem Jahr waren es 9%, was fast einer Verdoppelung entspricht. Eine mobile Website passt sich der Displaygröße des Endgerätes an, so dass es keine Darstellungsprobleme gibt.

Tipp: Zum Glück haben inzwischen alle modernen Homepage-Baukästen eine automatisch generierte mobile Website. In unseren Homepage-Baukasten Testberichten erfahren Sie mehr.

7. Mangelndes Sicherheitssystem: keine SSL-Verschlüsselung

Wer einen Homepage-Baukasten verwendet, braucht sich darüber zum Glück keine großen Gedanken machen. Das HTTPS-Protokoll ist dort standardmäßig aktiviert für zusätzliche Sicherheit. Denn das sollten Ihre Besucher garantiert nicht im Web-Browser angezeigt bekommen:

not secure

 

Ihnen fallen noch weitere Fehler ein, die man unbedingt vermeiden sollte? Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Foto: Flickr | Zannalyons

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