1

ShoppingDiese Serie beschreibt die Entstehung des Online Shops von Lisichka.eu. Ich möchte Ihnen damit einen Schritt für Schritt Leitfaden an die Hand geben, mit dem Sie mit kleinem Budget einen eigenen Online-Shop erstellen können. Hier finden Sie die Themenübersicht.

Theoretisch ist es auch möglich direkt nach „Teil 1: Ziele der Homepage“ die Software festzulegen. Allerdings kann es vorkommen, dass man während der Inhalts- und Strukturplanung (Teil 2) plötzlich noch auf neue Anforderungen stößt, die sich mit dem gewählten Online-Shop Tool dann gar nicht umsetzen lassen.

Die in Teil 1 und 2 ermittelten Anforderungen habe ich nun gebündelt und bin auf die Suche nach einem geeigneten System gegangen. Da in unserem Fall Budgetfreundlichkeit sowie eine einfache Bedienbarkeit Hauptthemen waren, bin ich sehr schnell bei den Homepage-Baukästen gelandet.

Ein Baukastensystem macht vor allem dann Sinn, wenn man einen kleineren und nicht so komplexen Shop umsetzen möchte: besonders gut geeignet, wenn man ein sehr individuelles Produkt hat, das man online vertreiben möchte. Wer sehr große Stückzahlen absetzen möchte oder ganz spezielle Vorstellungen zu den Shop-Funktionen hat, wird mit einem Baukasten-Shop auf Dauer eher nicht glücklich.

eCommerce Tools: Die engere Auswahl

In die Vorauswahl der Shopsysteme kamen schließlich Jimdo, Webnode, VersaCommerce sowie Shopify. Neugründerin Tatiana legt wert auf eine deutsche Oberfläche, soliden Support sowie Rechtssicherheit. Aus diesem Grunde ließen sich Webnode (rechtliche Bedenken) und Shopify (keine deutsche Oberfläche) recht schnell aussortieren. [Update: Shopify gibt es mittlerweile auch auf Deutsch]

Übrig blieben Jimdo und VersaCommerce. Da ich mit Jimdo bereits vertraut war, habe ich mir VersaCommerce genauer angesehen. Dieser Anbieter konzentriert sich ganz klar auf den Bereich eCommerce.

Beim Blick in das Innenleben des Systems wurde mir allerdings schnell klar, dass es für einen kompletten Einsteiger nicht die richtige Lösung ist. Dazu kommt, dass die Transaktionsgebühr erst im Tarif BUSINESS, der mit 99 Euro monatlich zu Buche schlägt, wegfällt. Das Tool kann 30 Tage lang kostenlos getestet werden, selbst ausprobieren schadet also nicht. Für User mit fortgeschrittenen Kenntnissen könnte es aufgrund des Funktionsumfangs interessant sein.

Blick auf den Jimdo Online Shop

Vor der endgültigen Entscheidung, haben wir uns dann nochmal im Detail mit den Jimdo Shop-Funktionen auseinandergesetzt. Da der Jimdo Online-Shop noch relativ neu ist (ca. 1 Jahr alt), verfügt er noch nicht über die volle Bandbreite an Funktionen, die auf dem Markt verfügbar sind.

Das alles gibt es (noch) nicht:

  • Versandkosten fürs Ausland landesspezifisch einstellen (momentan gibt es nur die Unterteilung Inland und Ausland)
  • Mehrsprachigkeit: nicht perfekt gelöst, aber möglich.

 

Allerdings sind die Grundfunktionen auch heute schon ziemlich ausgereift:

  • Präsentation der Produkte (Superzoom-Funktion, siehe Video)
  • Automatische E-Mail Benachrichtigungen für die Käufer
  • Zahlreiche Bezahloptionen, inkl. Kreditkartenzahlung und Paypal
  • Intelligente Warenverwaltung
  • Einstellen von Produktvarianten
  • Voraussetzungen für Rechtssicherheit in Deutschland erfüllt
  • Blogfunktion vorhanden: möchten wir zum Markenaufbau nutzen
  • Erstellung von Gutscheincodes z.B. für saisonale Promotions
  • Sogenannte Streichpreise (der alte, höhere Preis ist prominent durchgestrichen)

 

Hier ist unser Jimdo-Testbericht in Videoformat:

 

In unserem Testbericht gibt es noch detailiertere Infos zum Jimdo Online Shop.

Wir kamen zum Schluss, dass wir mit Jimdo insgesamt sehr gut leben können. Die Wahl fiel schließlich auf den Business-Tarif von Jimdo, der mit 15€ monatlich noch im Budgetrahmen liegt. Ein wichtiges Argument für diesen Tarif war, dass hier keine Verkaufsprovision anfällt.

Auch Gutscheincodes können für Promoaktionen nützlich sein, wobei man hier auch aufpassen sollte – der Marke können ständig Preispromos im schlimmsten Falle schaden.

Letztendlich sind die wichtigsten Argumente für Jimdo, dass Tatiana damit eigenständig arbeiten kann – ganz ohne Programmierkenntnisse, dass Jimdo im Business-Tarif keine Transaktionsgebühren verlangt und dass wir dem Online-Shop ein individuelles Design überstreifen können.

Mehr zur Layouterstellung erfahren Sie in Teil 4 dieser Serie.
Updates 03.11.2013:
Inzwischen gibt es Gutscheincodes, Streichpreise wie auch Kreditkarte als Zahloption.

 

 

Ihre Kommentare und Feedback

Zurück nach oben