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blog erstellen

Ich habe Technologie ja schon immer als nützlich empfunden. Doch wenn mir jemand vor 10 Jahren erzählt hätte, dass ich mit Bloggen einmal meinen Lebensunterhalt verdienen würde…

…hätte ich denjenigen wahrscheinlich ausgelacht.

Ich dachte immer, einen guten Job hat nur, wer in New York, Paris oder München in den oberen Etagen eines Hochhauses sitzt.

Die Umstände haben sich aber anscheinend geändert!

Bei WebsiteToolTester schaffen wir viel mehr Content als einfach nur Blogartikel. Trotzdem waren wir unglaublich stolz, als wir festgestellt haben, dass ungefähr 50 % unserer Leser über unseren Blog zu uns kommen. Wir verwalten Blogs in 7 Sprachen und können uns damit über etwa 150.000 Besucher pro Monat freuen.

Screenshot unseres Google-Analytics-Kontos

Aber genug zu meiner Person – ich möchte Ihnen jetzt gerne zeigen, wie Sie einen (hoffentlich) erfolgreichen Blog erstellen können.

Sind Sie bereit? Dann viel Spaß mit den folgenden Tipps und Tricks!

Vor- und Nachteile beim Starten eines Blogs

Wie gesagt, kann Bloggen ein sehr bereichernder Job sein (nicht nur in finanzieller Hinsicht). Leider gibt es aber auch eine Kehrseite. Deshalb stelle ich Ihnen hier ein paar der Dinge vor, mit denen Sie rechnen können und müssen:

Vorteile Nachteile
 

Es kann lukrativ sein:
Es gibt viele Blogger, die mit dem Schreiben ein Riesengeschäft machen – ich wette allerdings, dass sie dafür sehr hart arbeiten.

Flexible Tätigkeit:
Wenn Ihre Blog-Idee nicht gerade besondere Anforderungen mit sich bringt (z. B. falls Sie Kritiken über Restaurants in Berlin schreiben), können Sie an jedem Ort und zu fast jeder Zeit arbeiten.

Man lernt ständig neue Dinge:
Ich musste in diesen Jahren viel Neues lernen und stand immer wieder vor Herausforderungen (z. B. SEO, E-Mail-Marketing, Content-Marketing usw.). Ich durfte sogar einige sehr interessante Leute aus der Branche kennenlernen.

Sein eigener Chef sein:
Sie haben die absolute Kontrolle über Ihre Geschäftsstrategie. Egal ob gut oder schlecht: Sie bestimmen, wo es langgeht.

Es macht Freude (zumindest mir):
Einen Beitrag verfassen und wissen, dass man damit Hunderten oder auf lange Sicht sogar Tausenden von Lesern hilft, das gibt einem ein gutes Gefühl. Vor allem wenn man positives Feedback erhält.

 

Nicht jeder hat Erfolg:
Sie werden viele Leute kennenlernen, die damit prahlen, wie viel sie mit dem Bloggen verdienen. Denken Sie aber daran, dass nicht alle das große Geld mit ihrem Blog machen.

Es kann einsam machen:
Sofern Ihr Projekt nicht schnell wächst, arbeiten Sie wahrscheinlich alleine und fühlen sich von Zeit zu Zeit vielleicht etwas abgeschottet. Eine gute Möglichkeit, unter Leute zu kommen, bietet ein Coworking Space.

Sie brauchen ein paar technische Kenntnisse
Ein Ingenieursabschluss ist nicht notwendig, aber zum Betreiben eines Blogs muss ein bisschen technisches Know-how vorhanden sein. Zumindest sollten Sie bereit sein, sich neues Wissen anzueignen.

Sie werden Überstunden machen:
Vergessen Sie nicht: Die Erstellung Ihres eigenen Blogs bedeutet genauso viel Arbeit wie der Start jedes anderen Business. Wenn Sie erfolgreich sein wollen, müssen Sie härter arbeiten als Ihre Konkurrenz.

Man braucht einen langen Atem:
Mir ist noch niemand begegnet, der das Glück hatte, nach 2 Monaten schon von seinem Blog leben zu können. Meine Schätzung liegt bei ungefähr 1 Jahr (mindestens), bis erste Ergebnisse zu sehen sind.

Ich habe einen Leitfaden geschrieben, der Ihnen hilft, in 8 Schritten Ihren eigenen Blog zu erstellen. Schauen wir uns diese Schritte einmal genauer an.

Ideen für den eigenen Blog: Worüber soll ich bloggen?

Hoffentlich haben Sie schon eine Vorstellung davon, worum es in Ihrem Blog gehen soll. Vielleicht sind Sie begeisterter Golfer oder stehen total auf veganes Essen.

Falls Ihnen gleich etwas einfällt, vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl und erstellen Sie einen Blog zu Ihrem Hobby oder Beruf.

Es kann auch sein, dass Sie überhaupt keine Idee haben (oder mehr als eine), dann bedeutet das, dass Sie ein wenig recherchieren müssen.

Dennoch sollten Sie eine Idee immer bewerten. Eine Methode, die Sie anwenden können, ist folgende:

1) Brainstorming

Natürlich ist es immer toll, wenn man eine spontane Eingebung für ein Thema hat. Doch manchmal fällt einem einfach nichts Gutes ein und dann heißt es: Schnappen Sie sich Stift und Papier und sammeln Sie Ideen.

Anmerkung: Mir persönlich hilft es, wenn ich es mir bei ruhiger Hintergrundmusik und einer Tasse Kaffee oder Tee gemütlich mache.

Für den Anfang können Sie sich an den folgenden Punkten orientieren:

  • Schreiben Sie 5 Dinge auf, die Sie in Ihrer Freizeit sehr gerne tun.
  • Halten Sie die Themen fest, über die Sie bereits Kenntnisse besitzen.
  • Listen Sie 5 Themen auf, über die Sie (wirklich) mehr lernen wollen.
  • Überlegen Sie, welche 5 Informationsangebote Sie am häufigsten nutzen (online und offline).
  • Schreiben Sie 5 Dinge auf, die Sie besonders gut können.
  • Rufen Sie Ihren Browserverlauf auf und schauen Sie sich an, welche Artikel und Produkte Sie anklicken.
  • Für welche Social-Media-Profile interessieren Sie sich?

Diese Ideensammlung hilft Ihnen hoffentlich schon bei der Themenfindung. In Schritt 2 sollten Sie Ihre Ideen nun bewerten und sich für eine entscheiden.

2) Begeistert Sie das Thema?

Ich weiß, Sie wollten eigentlich nur Ihren eigenen Blog starten und damit eine Menge Geld verdienen.

Es ist Ihnen eigentlich egal, ob Sie dazu über trockene Themen wie „Die Geschichte der Statistik“ bloggen müssen (ja, das Thema scheint wirklich beliebt zu sein).

Aber warten Sie kurz, nicht so schnell!

Ja, das klingt jetzt fast schon zu einfach, aber Sie sollten nur über etwas bloggen, das Sie wirklich toll finden oder mal toll finden werden.

Für eine erfolgreiche Website werden Sie eine ganze Menge Content rund um dieses Thema brauchen. Wenn Sie aber nicht gerne darüber schreiben, werden Sie das Bloggen relativ bald wieder aufgeben – und dann haben Sie wahrscheinlich ganz schön viel Zeit verschwendet.

Ein Freund von mir zum Beispiel hatte die perfekte Nische für seinen Blog: aufblasbare Kajaks zum Angeln. Die Bedingungen waren ideal, denn es gab wenig Konkurrenz und relativ viel Google-Traffic. Er hat sogar ein paar Beiträge geschrieben, dann aber schnell bemerkt, dass er Angeln überhaupt nicht leiden konnte, und letztendlich hat er den Content nicht einmal veröffentlicht.

3) Ist Ihre Nische groß genug?

Wie Sie sich sicherlich vorstellen können, brauchen Sie ein wenig Traffic, um mit Ihrem Blog Geld zu verdienen. Dazu sind jedoch deutlich mehr Besucher nötig, als Sie vielleicht erwartet haben.

Leider gibt es hierfür nicht viele Daten, die das bestätigen. Gehen wir aber einfach einmal von dem folgenden Szenario aus:

  • Sie haben 200 Nutzer am Tag
  • Ihre Conversion Rate liegt bei 1,5 %
  • Sie erhalten 5 € pro Conversion

Mit dieser Menge an Traffic kämen Sie monatlich ungefähr auf 450 €. Das ist zwar nicht allzu schlecht, aber es wird auch nicht Ihr Leben verändern.

Wenn Sie also mehr pro Stunde verdienen wollen als ein paar läppische Euro, reichen 5.000 Besucher im Monat einfach nicht aus – dann müssen Sie Ihren Traffic erhöhen. Und ja, das erfordert Zeit und Energie.

Ob die Nische, die Sie sich ausgesucht haben, groß genug ist, werden Sie erst merken, nachdem Sie einen Versuch gewagt haben. Hier sind trotzdem ein paar nützliche Hinweise, damit Sie wissen, dass Sie nicht auf dem Holzweg sind:

  • Es gibt bereits bekannte Blogger in diesem Bereich.
  • Sie erhalten viele Ergebnisse, wenn Sie Suchen zum Thema durchführen.
  • In Ihren Suchergebnissen erscheinen Google-Anzeigen.

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Dinge, die Sie unbedingt ausprobieren sollten:

  • Schauen Sie bei Google Trends, wie beliebt Ihr Thema ist und ob der Trend gerade steigt.
  • Führen Sie vorab eine Keyword-Recherche durch (z. B. über den Google Keyword Planner oder mit dem KWFinder).
  • Über den Tellerrand hinausblicken, z. B. wenn es auf Deutsch nur wenige Infos gibt. Wie sieht es im englischsprachigen Raum aus, gibt es dort bereits erfolgreiche Blogs?
  • Setzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand ein! Das gilt vor allem für Hypethemen wie Crypto-Währungen, Schlankheitspillen und sonstige Themen, die Ihnen vielleicht dubios vorkommen.

Tipp: Sie können verschiedene Themen/Nischen in Ihrem Blog kombinieren, aber sie müssen alle in irgendeiner Form miteinander zusammenhängen. Wenn Sie sich mit Ihrem Content auf eine bestimmte Sache konzentrieren, ist es für die Leser (und auch für Suchmaschinen) viel einfacher, in Ihnen den Experten für diese Sache zu sehen. Sie dürfen nicht an einem Tag über Sportschuhe schreiben und am nächsten Tag ein Hotel bewerten. Bleiben Sie bei der Nische, die Sie sich ausgesucht haben!

4) Können Sie mit Ihrer Nische Geld machen?

Es gibt viele Möglichkeiten, mit Ihrem Blog Geld zu verdienen (dazu später mehr). Aber nicht alle Nischen sind gleich. Manche sind lukrativer als andere – und damit in der Regel auch härter umkämpft.

Um herauszufinden, ob das Thema Ihres Blogs profitabel ist, können Sie Folgendes tun:

  • Suchen Sie auf Amazon nach Produkten, die für Ihre Nische relevant sind. Gibt es viele?
  • Erscheinen Anzeigen bei Google, wenn Sie nach Ihrer Nische suchen?
  • Finden Sie heraus, ob es Affiliate-Programme für Ihre Nische gibt (googeln Sie z. B. „[THEMA] + Affiliate-Programm“).
  • Schauen Sie auf Webseiten wie Awin, CJ.com oder OfferVault nach Affiliate-Programmen.

Wenn Produkte online verkauft werden, Unternehmen Google-Anzeigen platzieren oder Affiliate-Programme für die Produkte existieren, ist das normalerweise ein gutes Zeichen dafür, dass sich die Nische lohnen kann.

5) Sehen Sie sich Ihre Konkurrenz genau an

Erwartungsgemäß locken sehr lukrative Nischen mit hohem Traffic (z. B. Online-Glücksspiele oder -Finanzservices) große Player mit dicken Brieftaschen an.

Natürlich wollen Sie eine große Nische finden, die viel Geld einbringt, doch wenn die Konkurrenz zu stark ist, haben Sie höchstwahrscheinlich keinen Erfolg.

Zunächst müssen Sie Ihre Mitbewerber ausfindig machen. Nutzen Sie einfach Google, um die wichtigsten 5 bis 10 konkurrierenden Webseiten zu finden.

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Laut Ahrefs ist zum Beispiel die Nische „Kfz Versicherung“ hart umkämpft. Es wird ein Wert zwischen 0 und 100 angezeigt; dieser entspricht der „Keyword Difficulty“, also dem Keyword-Schwierigkeitsgrad.

Ihr gesunder Menschenverstand wird Ihnen sagen, dass es besser ist, diese umkämpften Themen links liegen zu lassen. Hier sind ein paar Tipps zur Wettbewerbsanalyse:

  • Finden Sie heraus, wie viele erfolgreichen Blogs es zu dem Thema schon gibt.
  • Schauen Sie sich an, wie viele Artikel jeder Konkurrent veröffentlicht hat.
  • Bewerten Sie deren allgemeine Qualität, ist es guter oder schlechter Content?
  • Wie oft veröffentlichen sie neue Inhalte?
  • Handelt es sich bei den Bloggern um Einzelpersonen oder große Online-Publisher?
  • Mithilfe nützlicher Tools wie Moz, SEMrush oder Ahrefs können Sie sich deren SEO-Metriken anschauen, also Traffic, Backlinks, SEO-Maßnahmen usw.

6) Was wird Ihr Alleinstellungsmerkmal sein?

Ihr Blog darf nicht wie jeder andere Blog sein. Sie müssen etwas finden, das Sie von der Konkurrenz abhebt, besonders in einem Markt mit vielen Wettbewerbern.

Warum sollten sich Nutzer (oder Suchmaschinen) ansonsten überhaupt für Ihren Blog interessieren?

Durch bestimmte Maßnahmen können Sie erreichen, dass sich Ihr Blog von allen anderen unterscheidet. Meiner Ansicht nach gehören die folgenden Methoden zu den gängigsten. Sie können natürlich mehrere gleichzeitig umsetzen:

  • Sie konzentrieren sich auf ein Teilgebiet (z. B. Essen > veganes Essen > veganes Essen für Sportler). Wenn Ihr Blog Erfolg hat, können Sie nach und nach auch allgemeinere Themen aufgreifen.
  • Scheuen Sie nicht den Mehraufwand und bieten Sie Ihren Lesern Informationen, die sie bei der Konkurrenz nicht finden können.
  • Halten Sie Ihren Content aktuell.
  • Investieren Sie in Multimedia, wie etwa in Videos, Podcasts, professionelle Fotos usw.
  • Gründen Sie eine Online-Community (z. B. in Foren oder indem Sie eine Kommentarfunktion einbauen).

Wie findet man einen guten Blognamen?

Jetzt, da Sie ein Thema für Ihren Blog gefunden haben, brauchen Sie noch einen Namen. Ich würde behaupten, dass es sich hier um eine persönliche Entscheidung handelt und es kein Erfolgsrezept gibt, das Ihnen bei der Namensfindung hilft.

Allerdings möchte ich Ihnen ein paar Tipps an die Hand geben, mit denen Sie Ideen sammeln und später zwischen mehreren Alternativen auswählen können:

  • Versuchen Sie, den Namen mit maximal 2 oder 3 Wörtern kurz zu halten, denn so kann man ihn sich leichter merken.
  • Er sollte sich in irgendeiner Form auf Ihre Website oder Sie selbst beziehen, Sie könnten also auch Ihren Vor- und Nachnamen verwenden. Dadurch ist der Blog allerdings schwerer zu verkaufen, falls das Ihr Plan ist für die Zukunft.
  • Er sollte leicht zu buchstabieren und auszusprechen sein. Ich würde keine Rechtschreibfehler oder doppelten Buchstaben wie bei flickr.com oder elegantthemes.com einbauen.
  • Falls Sie auf SEO setzen, verwenden Sie ein Keyword im Domainnamen – Achtung: Google behauptet, dass das nichts mehr bringt.
  • Achten Sie darauf, dass der Name brandingfreundlich ist, das heißt, er sollte nicht zu lang für ein Logo sein.
  • Wählen Sie einen Namen, der die Themen Ihres Blogs nicht zu sehr einschränkt. Beispielsweise ist „guenstigehandys.com“ keine kluge Bezeichnung, wenn Sie später einmal über Tablets oder Computer schreiben wollen.
  • Vergessen Sie nicht den Aspekt Social Media – der Name sollte z. B. auf Instagram, Twitter usw. verfügbar sein.
  • Vorsicht ist geboten, was eingetragene Marken angeht! Shopify Ninjas und Adsense Flippers mussten aufgrund von Urheberrechtsproblemen beide den Namen ihres Unternehmens ändern.
  • Suchen Sie online nach Synonymen.
  • Fragen Sie Ihre Freunde und Familie, was diese von Ihren besten Ideen halten.

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Perfekt! Sie haben einen Namen gefunden (der hoffentlich nicht vergeben ist), jetzt müssen Sie nur noch einen Domain-Namen registrieren:

  • Mein Lieblingsanbieter zur Registrierung von Domain-Namen ist DomainFactory – dieser hat faire Preise und einen guten Support. Weitere Alternativen sind IONOS, Strato oder Namecheap für die Domain-Endung .com.
  • Registrieren Sie am besten einen Domain-Namen mit der Endung .com oder .de bzw. .at oder .ch, da das die bekanntesten Domain-Endungen im deutschsprachigen Raum sind.
  • Im Allgemeinen würde ich Ihnen nicht empfehlen, Ziffern zu verwenden, Wörter kann man sich einfach leichter merken.
  • Falls möglich, sollten Sie Bindestriche in Ihrem Domain-Namen vermeiden. Manche behaupten, dass sie auf Spammer und minderwertige Webseiten hinweisen.
  • Bevor Sie Ihren Domain-Namen registrieren, müssen Sie sich vergewissern, dass er sich gut liest und eindeutig zu verstehen ist – penisland.net (Pen Island) und ars.ch (ehemals ARS Computer Consulting AG) wird man auf ewig aus den falschen Gründen in Erinnerung behalten.
  • Aktivieren Sie die Option zur automatischen Erneuerung. Auf diese Weise laufen Sie nicht Gefahr, Ihren Domain-Namen zu verlieren, weil Sie vergessen haben, die Domainregistrierung zu verlängern.

Es gibt ein paar Tools, die Ihnen bei der Suche nach einem Namen für Ihren Blog behilflich sein können, z. B. BustAName oder Dot-o-mator.

Profi-Tipp: Manche Blogger suchen gezielt nach abgelaufenen Domain-Namen, die noch immer einen gewissen SEO-Wert haben (z. B. auf ExpiredDomains.net). Das kann jedoch etwas schwierig sein, denn bei diesen Domain-Namen ist es möglich, dass Google sie aus Gründen wie Spam abgestraft hat. Ich rate Ihnen daher, nicht auf diese Methode zurückzugreifen, es sei denn, Sie wissen, was Sie tun.

Wo fängt man bei einem Blog an?

Was ist ein Blog überhaupt?

Ein Blog ist eigentlich nichts anderes als eine Website (bzw. ein Teil davon) mit einer bestimmten Struktur. In der Regel werden die Artikel in chronologischer Reihenfolge angezeigt, mit dem letzten Beitrag zuerst. Er besteht aus verschiedenen Blogbeiträgen (Seiten), in denen es im Idealfall um das gleiche Thema geht.

Sie brauchen also Ihre eigene Website (mit Blogging-Funktion), wenn Sie einen Blog erstellen wollen.

Anmerkung: Es existieren noch einige andere Tools, wie Tumblr, Blogger, Squarespace oder WordPress.com. Ich beschreibe hier aber nur die Blogging-Plattformen, die ich als besonders praxistauglich einschätze.

WordPress – Die leistungsstarke Lösung

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WordPress(.org) betreibt rund 30 % aller Websites und ist mit Abstand das erfolgreichste CMS auf dem Markt. Es handelt sich um eine PHP-basierte Plattform, die ab 2003 als Software für Blogger programmiert wurde, Sie sind dort also gut aufgehoben.

WordPress ist an sich kostenlos. Allerdings benötigen Sie zum Hosten der Anwendung einen Hosting-Anbieter. Die Auswahl an Anbietern ist groß. IONOS ist einer der günstigen Hosts, mit dem Sie schon ab 4 € pro Monat durchstarten können. Eine weitere Option ist Webgo, wo sehr viel Wert auf exzellente Serververfügbarkeit gelegt wird (ab 5,95 € pro Monat). Mit dem Gutscheincode „websitetooltester10“ erhalten Sie dort übrigens 10€ Nachlass auf die erste Rechnung.

Es ist jedoch äußerst wichtig, dass Sie sich auf das Hosting verlassen können, zum Beispiel aus SEO-Gründen. Wenn Sie es mit dem Bloggen also ernst meinen, würde ich mich für eine ausgereiftere Hosting-Lösung wie Raidboxes entscheiden – die Tarife beginnen bei 9 € pro Monat (MINI-Tarif, ist etwas versteckt). Der große Vorteil hier ist, dass das Hosting vollständig auf WordPress optimiert ist und Updates automatisch aufgespielt werden (Managed Hosting). Zudem wird jede Nacht automatisch ein Backup erzeugt.

 

Eine der Besonderheiten von WordPress ist, dass man die Möglichkeit hat, sein Theme (also die Vorlage) zu ändern, und die Website nach nur wenigen Klicks vollkommen anders aussieht.

WordPress besitzt ein eigenes Verzeichnis mit Themes, die man kostenlos nutzen kann. Sind Sie auf der Suche nach einem Theme mit aufwändigerem Design sowie Support, besuchen Sie Marktplätze für WordPress-Themes wie ThemeForest oder Elegant Themes.

Als Blogger finden Sie bei WordPress wirklich alle notwendigen Funktionen (z. B. Kategorien, Tags usw.). Doch auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt. WordPress birgt einige Herausforderungen, die Sie kennen sollten. Schauen wir uns mal die Vor- und Nachteile an:

Vorteile Nachteile
 

Sehr leistungsfähig

WordPress ist eine hochentwickelte Software, und es gibt praktisch unendlich viele Möglichkeiten. Sie können das System an Ihre Bedürfnisse anpassen und zum Beispiel mit einer Datenbank verbinden, aber dafür müssen Sie sehr wahrscheinlich technische Kenntnisse besitzen oder Entwickler sein.

Es kann günstig sein

Da es sich um eine Open-Source-Software handelt, müssen Sie nichts dafür bezahlen. Wenn Sie sich einen erschwinglichen Hosting-Anbieter suchen (z. B. IONOS), können Sie Ihren Blog für weniger als 50 € pro Jahr betreiben, vorausgesetzt, Sie benötigen weder ein Premium-Theme noch spezielle Plugins oder die Hilfe eines Entwicklers.

Ziehen Sie mit Ihrer Seite um

Falls Sie mit Ihrem derzeitigen Hosting-Anbieter unzufrieden sind, weil er zum Beispiel zu teuer ist, können Sie Ihren WordPress-Blog einfach zu einem anderen Host umziehen.

Plugins ermöglichen eine umfassende Funktionalität

Bei WordPress können Sie Plugins (Erweiterungen) nutzen, um Ihrem WordPress-Blog weitere Funktionen hinzuzufügen, darunter Optionen für ein besseres SEO.

Vielfalt an Themes

WordPress verfügt über endlos viele Themes (z. B. bei ThemeForest), die Sie installieren können, um Ihrer Website ein komplett neues Design zu verleihen. Doch Vorsicht, manche Themes sind besser als andere.

 

Die Benutzung von WordPress ist nicht so einfach

Sie können zwar eine Vorlage installieren und im Grunde gleich mit dem Bloggen loslegen. Falls Sie aber Ihr Design ändern oder auch nur Ihr System aktualisieren wollen, kann es sein, dass Sie den Quellcode anpassen müssen.

Installation und Updates

WordPress muss auf einem Server installiert werden – so weit, so gut. Es muss aber auch regelmäßig aktualisiert werden. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen und Mühe bereiten, und Sie müssen hier immer hinterher sein.

Kein offizieller Support

WordPress hat eine große Community mit einigen aktiven Nutzern, aber einen offiziellen Support bietet es nicht. Falls Sie irgendwo nicht weiterkommen, stellen Sie sich darauf ein, die Foren nach einer Antwort durchforsten oder einen Entwickler bezahlen zu müssen.

Sicherheit

WordPress ist ein Open-Source-Projekt, deshalb finden Hacker manchmal Schwachstellen und nutzen diese dann, um auf Websites Schaden anzurichten. In der Regel ist das durch Updates schnell behoben, aber falls Sie diese mal auslassen, ist es durchaus möglich, dass Ihre Seite gehackt wird.

Falls Sie mehr über WordPress erfahren und sich ein paar Video-Tutorials ansehen möchten, lesen Sie unseren umfassenden WordPress Einsteiger-Guide.

Weebly – Einfach & flexibel

Weebly ist einer der beliebtesten Homepage-Baukästen und schon seit 2006 als Tool verfügbar.

Nach meiner Erfahrung verfügt er über einen der flexibelsten Blog-Editoren, die ich je getestet habe. Sie können zum Beispiel für jeden einzelnen Beitrag das Layout verändern (wie etwa die Seitenleiste). Noch dazu bietet er zuverlässige Blogging-Funktionen wie RSS-Feed, Kategorien, eine zeitversetzte Veröffentlichung von Beiträgen und Autorenprofile.

Aber sehen wir uns die Vor- und Nachteile doch einfach einmal an, damit Sie herausfinden können, ob Weebly für Ihr Projekt das richtige Tool ist:

Vorteile Nachteile
 

Einfache Bedienung

Weebly gehört zu meinen 3 Lieblingstools in puncto Benutzerfreundlichkeit. Es hat einen Editor mit Drag-and-Drop-Funktion, mit der die Bedienung für Anfänger besonders intuitiv ist.

Flexibilität

Im Gegensatz zu anderen Website-Baukästen oder WordPress bietet Weebly seinen Nutzern die Möglichkeit, sämtliche Elemente in einen Blogbeitrag einzubinden, darunter Bildergalerien, Formulare oder Straßenkarten.

Eigener Support

Der Benutzer kann sich rund um die Uhr per E-Mail, Telefon oder Live-Chat an den Support wenden. Das ist wirklich ein großer Vorteil im Vergleich zu WordPress.

Kostenfreie Option

Falls Sie das Tool erst einmal ausprobieren und sich noch nicht auf einen Bezahltarif festlegen wollen, bietet Weebly Ihnen einen tolle Alternative.

 

Nicht sehr leistungsstark

Weebly ist für Einsteiger gedacht, die nichts vom Programmieren verstehen und auch nicht vorhaben, es zu lernen. Deshalb können Sie hier zum Beispiel kein Seitenverzeichnis erstellen oder externe Datenbanken einbinden. Alles in allem schränkt das Ihre Möglichkeiten, sich von anderen Blogs abzuheben, eventuell etwas ein.

Blogging-Templates

Weebly bietet mehrere kostenlose Blog-Designs. Bei anderen Tools wie WordPress oder Wix ist die Auswahl jedoch größer.

SEO-Einschränkungen

Obwohl Weebly überhaupt keine schlechten Optionen hat, ist die Flexibilität nicht so groß wie bei WordPress. Zum Beispiel können Sie mit Weebly nur begrenzt Heading Tags (Überschriften) verwenden, nämlich lediglich H1 und H2.

Kurz gesagt, ist Weebly eine super Blogging-Plattform für Anfänger, die keine komplexe Software-Lösung brauchen und ihren Blog innerhalb kürzester Zeit starten wollen.

> Weebly kostenlos testen

Wix – Einfach & wunderschön

Wix ist mit über 100 Millionen Nutzern bei Weitem der beliebteste Homepage-Baukasten.

Zugegebenermaßen finde ich, dass die Blogging-Funktion bei Wix nicht ganz so ausgeklügelt ist wie bei Weebly oder WordPress. Das Ganze ist weniger flexibel und ein paar Features fehlen. Dagegen ist das Webdesign wirklich einmalig und damit besonders interessant für die Kreativen unter uns, die einen Blog starten wollen.

Nehmen wir zum Beispiel an, Sie möchten Ihr eigenes Portfolio erstellen, um Ihre Projekte zu präsentieren. Noch dazu würden Sie aber gerne Ihr Content-Marketing durchs Bloggen verbessern. Hierfür ist Wix wahrscheinlich das beste Tool für Sie, denn es ist visuell sehr beeindruckend.

Vorteile Nachteile
 

Einfache Bedienung

Noch ein erstklassiges Tool, was die Benutzerfreundlichkeit angeht. Sie werden höchstens 2 bis 3 Stunden brauchen, um bei Wix durchzusteigen.

Wunderschöne Designs

Wenn Sie mich fragen, gefallen mir die Designs von Wix am besten. Darüber hinaus kann der Nutzer aus mehr als 50 kostenlosen Blogging-Templates auswählen.

Eigener Support

Ein Support-Team ist rund um die Uhr für Sie da, um Fragen entweder per E-Mail oder Telefon zu beantworten.

Hochwertige Apps

Ähnlich wie bei WordPress können Sie verschiedene Anwendungen auf Ihrer Wix-Seite einbauen und so Ihren Blog beliebig erweitern. Beispiele sind die Verwaltung von Events, Mitgliederseiten oder sogar professionelle Bildergalerien für Fotografen.

Kostenlos ausprobieren

Es ist ziemlich cool, dass Wix Ihnen die Möglichkeit bietet, die Plattform so lange umsonst zu testen, wie Sie wollen. Sie müssen also erst auf einen Bezahltarif umsteigen, wenn Sie zufrieden sind und Ihren eigenen Domain-Namen verwenden möchten.

 

SEO nicht optimal

Obwohl die Suchmaschinenoptimierung bei Wix im Großen und Ganzen gut funktioniert, gibt es vielleicht ein paar Einschränkungen, die Sie kennen sollten (z. B. Bildernamen). Mehr Infos finden Sie hier.

Preis

Stellen Sie sich darauf ein, für einen Wix-Blog mit Ihrer eigenen Domain und ohne Werbung $13 pro Monat zu zahlen.

Begrenzte technische Möglichkeiten

Zwar bietet der Programmcode von Wix Entwicklern erweiterte Funktionen (z. B. API-Einbindung). Aber ein leistungsfähigeres System ist unter Umständen besser, falls Ihr Blog etwas komplexer sein soll, zum Beispiel mit Seitenverzeichnis.

Wenn Sie eine schöne Website mit eingebundenem Blog erstellen wollen (wie etwa Portfolio + Blog), empfehle ich Ihnen, Wix einfach mal auszuprobieren.

> Wix kostenlos testen

Ein Template auswählen

Templates oder Themes verleihen dem Layout und Design Charakter. Natürlich wollen Sie eine Vorlage, die elegant und intuitiv ist.

WordPress-Themes

Ein Template für WordPress zu finden, kann ein wenig überwältigend sein, denn es gibt Tausende von Themes.

Wie bereits erwähnt, können Sie eines der kostenfreien WordPress-Templates verwenden.

Falls es aber etwas schicker sein soll oder Sie gerne ein wenig Support hätten, können Sie ein Premium-Theme auf einem der Marktplätze auswählen (z. B. ThemeForest oder Elegant Themes). Und genau an diesem Punkt wird es verwirrend.

Wenn ich auf der Suche nach einem WordPress-Template bin, gehe ich folgende Punkte durch:

  • Der Preis – In der Regel setze ich mir ein bestimmtes Budget.
  • Das Design im Allgemeinen – Gefällt es Ihnen?
  • Responsive Designs – Schauen Sie sich das Template auf einem mobilen Endgerät an. Es sollte ordentlich dargestellt werden!
  • Der Ruf des Verkäufers – Aktualisiert er seine Themes, beantwortet er Fragen, bietet er Live-Demos usw.?
  • Bewertungen des Templates – Auf den meisten Seiten, die Vorlagen verkaufen, gibt es irgendeine Art von Bewertungssystem, das Sie sich ansehen können.
  • Wie beliebt ist das Template? – Wie oft wurde es bereits verkauft? Je mehr Nutzer, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es Support und Updates geben wird.
  • Werden die Plugins unterstützt, die Sie verwenden wollen (z. B. Yoast, WPML, Gravity Forms usw.)?
  • Ist es SEO-freundlich? – Lesen Sie dazu die Meinungen anderer Nutzer.

Ich persönlich mag es nicht, wenn die Einrichtung super kompliziert ist. Deshalb halte ich mich weitestgehend fern von Themes mit Extras, die ich nicht brauche (z. B. Mitgliederfunktionen). Solche Dinge erschweren meist die Verwaltung Ihres Blogs.

Normalerweise suche ich mir 4 oder 5 Themes aus, die für meine Nische infrage kommen. Dann geht es nur noch darum, den Gewinner zu ermitteln. Hierfür vergebe ich Punkte für die zuvor genannten Kategorien.

Man kann ein WordPress-Template relativ unkompliziert ändern, aber es ist vielleicht nicht immer so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Hier zeige ich Ihnen, wie Sie ein neues Theme für Ihren WordPress-Blog installieren:

Anmerkung: Falls Sie schon ein Theme und Content für Ihren Blog haben, kann die Installation eines neuen Templates Ihre Seite zerschießen. Also achten Sie auf jeden Fall darauf, ein Backup zu erstellen, bevor Sie die Änderung durchführen.

Templates für Website-Baukästen

Wenn Sie mit einem Homepage-Baukasten wie Wix oder Weebly arbeiten, durchstöbern Sie einfach deren Template-Bibliothek und wählen Sie eines aus, das am besten zu Ihren Anforderungen und Ihrer Nische passt. All diese Templates werden von den Anbietern selbst entwickelt, das heißt, Sie müssen sich keine Gedanken wegen eventueller technischer oder sicherheitsrelevanter Probleme machen.

Zusätzliche Seiten

Klar, Sie möchten einfach Beiträge zu Themen schreiben, die Sie begeistern. Trotzdem werden Sie für einen vollständigen Blog zusätzliche Seiten brauchen.

  1. Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung: Ich weiß, ein super nerviges Thema. Jedoch schreiben die meisten Länder vor, dass diese Formalitäten auf Webseiten (und sogar Blogs) integriert werden. Mehr Infos können Sie in diesem Guide finden. Sie können auch auf iubenda zurückgreifen, dort gibt es einen recht praktischen Generator zur Erstellung einer Datenschutzerklärung, die sich automatisch aktualisiert. Außerdem bietet der Dienst eine kostenlose Option an.
  2. Kontaktseite: Ihre Besucher sollten die Möglichkeit haben, Sie zu kontaktieren. Ihre E-Mail-Adresse deshalb aber überall zu posten ist keine gute Idee, denn früher oder später wird sie von Spammern wie dem „Nigerianischen Prinzen“ entdeckt und missbraucht. Um das zu vermeiden, erstellen Sie eine Kontaktseite mit einem Formular, das mit Ihrer persönlichen E-Mail-Adresse verknüpft ist.
  3. Über mich: Jedes Mal, wenn ich auf einer Seite ohne „Über uns“-Abschnitt bin, denke ich „Was haben die wohl zu verbergen?“ und werde ganz misstrauisch. Ich schätze mal, dass es Ihnen da genauso geht, also vergessen Sie nicht, eine freundliche „Über mich“-Seite zu erstellen.
  4. Sitemap: Die meisten Plattformen erstellen Ihnen automatisch eine Sitemap. Dennoch sollten Sie darauf achten, dass für Ihren Blog eine angelegt ist, da dies eine bewährte SEO-Maßnahme ist. Denken Sie auch daran, die Google Search Console zu Ihrer Website hinzuzufügen!

Falls Sie noch etwas anderes anbieten als Ihren Content (wie etwa Online-Dienste), ist es ratsam, auch dafür Seiten zu erstellen. Allerdings ist das nicht bei allen Blogs der Fall, also brauchen Sie es vielleicht nicht.

Planen Sie die Inhalte Ihres Blogs

Wenn Ihr Blog erfolgreich sein soll, müssen Sie einzigartigen Content schaffen, der die Leute begeistert und mitreißt.

Klar, das ist einfacher gesagt als getan.

Doch die Erstellung von Content sollte höchste Priorität haben, denn das ist es, was Blogs „verkaufen“. Planen Sie deshalb voraus und legen Sie einen Schreib-Kalender an. Meine persönliche Strategie sieht so aus:

  1. Überlegen Sie sich, wie oft Sie Content veröffentlichen wollen – einmal die Woche, zweimal die Woche, einmal pro Monat usw.
  2. Erstellen Sie einen Kalender über 1 Jahr, in den Sie die geplanten Posting-Termine eintragen (z. B. wöchentlich, monatlich usw.). Ich selbst nutze ein einfaches Tabellen-Sheet dafür, aber ein gewöhnlicher Terminplaner oder Online-Kalender wie Google Kalender dürfte auch funktionieren.
  3. Sammeln Sie Ideen, die Ihrer Zielgruppe gefallen werden, indem Sie brainstormen, recherchieren oder sich bei Ihren potenziellen Lesern umhören.
  4. Entscheiden Sie, welche Art von Content Sie für jede der Ideen einsetzen wollen (mehr dazu weiter unten) – Posts, Bilder, Videos usw.
  5. Wenn Sie SEO betreiben (was Sie wahrscheinlich tun werden), finden Sie passende Keywords für jede einzelne Content-Idee.
  6. Füllen Sie den Kalender mit all Ihren Ideen und bedenken Sie dabei saisonbedingte Unterschiede, zum Beispiel was Ihre Auslastung angeht. Sie können diese Vorlage von HubSpot verwenden.
  7. Überprüfen Sie den Kalender alle 2 bis 3 Monate, um ihn bei Bedarf an neue Gegebenheiten anzupassen.

Es versteht sich von selbst, dass Ihr Content außerordentlich gut geschrieben sein muss und keine Grammatik- oder Rechtschreibfehler enthalten darf. Bitten Sie Ihre Freunde um Feedback oder suchen Sie bei UpWork oder Freelancer nach einem Korrekturleser.

Anmerkung: Es ist vollkommen normal, wenn die Besucherzahlen für Ihre Artikel direkt nach ihrer Veröffentlichung erst einmal relativ niedrig sind. Es dauert meistens ein wenig, bis der Beitrag in Google indexiert wurde. Sobald Sie es für einen beliebten Suchbegriff in die Top 10 der Suchergebnisse geschafft haben, werden Sie in der Regel mit konstantem Traffic belohnt.

Arten von ansprechendem Content

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass manche Formen von Inhalt besser ankommen als andere. Meiner Meinung nach sind die folgenden Arten für Blogger am interessantesten:

  • Blogpost: Es gibt jede Menge Möglichkeiten, welche Art von Beitrag Sie erstellen könnten. Beispiele sind sogenannte „Listicles“ (Artikel in Form einer Liste), Antworten auf Fragen Ihrer Leser, Tutorials, Testberichte, Profile oder Checklisten.
  • Illustrationen und Infografiken: Falls Sie sich mit grafischer Gestaltung auskennen oder künstlerisches Talent besitzen, könnten Sie Grafik-Ressourcen erstellen (z. B. Infografiken), um die Informationen in Ihrem Beitrag visuell zu veranschaulichen. Eine weitere Option ist Fiverr. Hier erhalten Sie Illustrationen und Infografiken für relativ kleines Geld.
  • Video-Produktionen können sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Falls sie aber gut sind, können Sie Ihr SEO und Ihren Internetauftritt damit deutlich verbessern.
  • Professionelle Bilder: Es kann hilfreich sein, Bilder in Ihre Beiträge einzubinden. Achten Sie allerdings darauf, dass sie gut aussehen, denn ist die Qualität der Bilder schlecht, macht Ihre Website einen schlechten Eindruck auf Ihre Besucher.
  • Daten teilen: Sollten Ihnen interessante Statistiken vorliegen, zum Beispiel von Ihren Kunden, dann nutzen Sie diese Daten – diese kommen sicher gut an bei Ihren Lesern und vielleicht werden sie sogar von großen Publishern geteilt.
  • Schaffen Sie einen Bezug zur Realität: Menschen lieben Beispiele! Testberichte und Schilderungen von alltäglichen Situationen erhalten deshalb oft viel mehr Aufmerksamkeit.
  • Starten Sie einen Podcast: Viele Blogger haben heutzutage ihren eigenen Podcast und anscheinend Erfolg damit. Meiner Meinung nach ist das ein sehr arbeitsintensives Unterfangen und deshalb nur für diejenigen interessant, die schon etwas bekannter sind.

So bewerben Sie Ihren Blog und erhalten Traffic

Leider gibt es hierfür keine allgemeingültigen Tipps. Ich kann Ihnen nur versprechen, dass es einige Zeit und viel Schweiß erfordert. Oder wie Henry Ford einmal gesagt hat:

Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen weiteren bereithalten, um das bekannt zu machen.

Wie Sie Ihren Blog bewerben, hängt letztendlich von der Gestaltung Ihres Projekts und Ihrer Person ab. Hier stelle ich Ihnen dennoch einige Punkte vor, mit denen Sie Ihren Traffic steigern können:

  • SEO: Wenn Sie mit Ihrem Blog viel Traffic erzielen möchten, ist es unglaublich wichtig, bei Ihrer Strategie besonders auf Suchmaschinenoptimierung zu setzen. Ihre Website für Google und andere Suchmaschinen zu optimieren, wird etwas dauern, es handelt sich hier also um eine Taktik, die erst auf mittlere bis lange Sicht greift. Sie müssen aber kein Geld ausgeben, wenn Sie selbst etwas Mühe investieren. Mehr zum Thema SEO erfahren Sie in dieser Anleitung.
  • Gastbeiträge: Eine gängige Methode einiger Blogger. Sie verfassen Beiträge auf anderen Seiten, um Verlinkungen auf den eigenen Blog (Backlinks) und Traffic zu erhalten. Diese Strategie ist besonders effektiv, wenn man auf Websites postet, die viele Leute erreichen. Ich persönlich bin immer etwas traurig, wenn ich ein Stückchen meines Contents auf einer anderen Seite veröffentliche – ich fühle mich mit meinen Artikeln eben sehr verbunden.
  • Paid Traffic: Wenn Sie das Ziel verfolgen, innerhalb weniger Stunden eine große Zahl von Besuchern auf Ihre Seite zu locken, könnten Sie Ihr Geld in Paid-Traffic-Werbeformen stecken (z. B. Adwords, Facebook-Werbung usw.). Dazu brauchen Sie allerdings ein gewisses Budget, und sobald Sie die Zahlungen einstellen, bricht auch Ihr Traffic ein.
  • Social Media: Instagram, Pinterest, Facebook oder Twitter können eine tolle Möglichkeit sein, die Beliebtheit Ihres Blogs zu steigern und Follower zu bekommen, die später zu treuen Lesern werden. Werbemaßnahmen in den sozialen Medien sind schwer messbar, können sich aber durchaus lohnen – besonders empfehlenswert, wenn Sie über optisch ansprechende Themen wie Essen, Schmuck oder Fotografie bloggen.
  • E-Mail-Marketing: Auch wenn die erste Massen-E-Mail schon vor ewigen Zeiten (1978) versendet wurde, wirft E-Mail-Marketing immer noch einiges ab, anscheinend 38 Dollar pro 1 investierten Dollar. Meiner Meinung nach ist die Erstellung einer E-Mail-Liste eine super Möglichkeit, Ihre Leserschaft zu binden. Sie können dafür Tools wie CleverReach, Newsletter2Go und GetResponse nutzen.
  • Wenn Sie sich mit anderen Blogs oder mit Unternehmen zusammentun, erreichen Sie vielleicht, dass diese auf Ihren Blog verlinken und so für Besucher auf Ihrer Seite sorgen – es sollte auf jeden Fall eine Win-win-Situation sein.

So verdienen Sie Geld mit einem Blog

Ein wesentliches Ziel, das viele mit dem Erstellen eines erfolgreichen Blogs verfolgen, ist Geld damit zu verdienen. Ich möchte Ihnen ein paar Ideen vorstellen, wie Sie aus einem Blog eine Einnahmequelle machen können.

Werbeplätze verkaufen

Im Grunde platzieren Sie Werbung auf Ihrer Seite, so wie bei Werbeanzeigen in Zeitschriften oder Zeitungen. Ich bin mir sicher, dass Sie täglich Dutzende, wenn nicht sogar Hunderte Werbeanzeigen sehen, deshalb kennen Sie diese Methode des Geldverdienens bestimmt schon.

Schauen wir uns aber einmal an, welche Art von Werbung man online finden kann:

  • Pay-per-Impression (Cost-per-Impression) bedeutet, dass der Werbetreibende Ihnen für jede Einblendung der Anzeige Geld zahlt.
  • Pay-per-Click ist die Zahlungsmethode, die für Websites am gängigsten ist. Sie platzieren eine Anzeige (z. B. ein Banner) auf Ihrer Seite und erhalten bei jedem Klick eines Nutzers Geld.
  • Pay-per-Action ist eine Form der Werbung, bei der Sie jedes Mal bezahlt werden, wenn der Nutzer eine Aktion ausführt, etwa ein Formular ausfüllt oder ein Konto erstellt.

Wenn Sie auf Ihrer Seite Werbeanzeigen schalten wollen, brauchen Sie eine große Leserschaft, damit es sich auch lohnt, der Ertrag ist nämlich relativ gering.

Um Werbekunden zu gewinnen, können Sie einen Werbedienst wie AdSense, Amazon oder Infolinks nutzen. Eine weitere Option ist auch, die Werbetreibenden direkt zu kontaktieren – hier ist aber wahrscheinlich eine recht große Leserschaft notwendig, um deren Aufmerksamkeit zu bekommen.

Anmerkung: Viele Leser empfinden Werbung als extrem störend. Daher würde ich Ihnen empfehlen, Ihre Seiten nicht mit zu vielen Bannern zu überladen.

Affiliate-Marketing

Wenn Ihnen für Ihre Leser ein gutes Produkt einfällt, das diese kaufen würden, besteht die Möglichkeit, dass Sie für Partnerprodukte werben und für jeden Kauf eine Empfehlungszahlung erhalten. Betreiben Sie zum Beispiel einen Blog zum Thema Essen, könnten Sie Ihre Lieblings-Küchenutensilien von Amazon weiterempfehlen.

Die Links auf dieser Seite sind mit einem Affiliate-Code gekennzeichnet. Jedes Mal, wenn der Nutzer darauf klickt und einen Kauf tätigt, erhält der Websitebetreiber eine Provision.

Beliebte Affiliate-Netzwerke sind Amazon Associates, ShareASale oder AWin.

Anmerkung: Wir haben uns für diese Zahlungsmethode entschieden. Einige der Links auf dieser Seite stammen von Affiliates, und wenn Sie etwas kaufen, erhalten wir gegebenenfalls Provision. Ihnen entstehen dadurch jedoch keine extra Kosten. Wir finden, dass bei dieser Methode das beste Gleichgewicht herrscht: Wir nehmen etwas Geld ein, müllen unsere Seiten aber nicht mit störenden Werbeanzeigen zu.

Online-Verkäufe

Es gibt eine ganze Reihe an Dingen, die Sie online verkaufen könnten, um Ihre Einnahmen aufzustocken. Besonders effektiv ist das bei Blogs zu Themen rund um die Freizeitgestaltung. Nehmen wir an, Sie betreiben einen Blog übers Angeln, dann würden Sie einen Online-Shop eröffnen und darüber Fischereiausrüstung verkaufen.

Doch Sie müssen sich auf Ihrem Blog nicht allein auf physische Produkte beschränken. Sie könnten zum Beispiel:

  • digitale Produkte verkaufen, wie etwa eigene Songs, Kunstwerke oder Videos.
  • Beratungsleistungen anbieten, immerhin sind bzw. werden Sie ein Experte für Ihre Blog-Nische. Warum also nicht Ratschläge an die verkaufen, die sie brauchen? Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Blog zur privaten Finanzplanung. Würde es nicht Sinn ergeben, denjenigen Unterstützung anzubieten (und in Rechnung zu stellen), die auf der Suche nach einer individuellen Strategie zur Schuldenkonsolidierung sind? Am besten natürlich direkt mit Online-Terminbuchung.
  • Lehrkurse anbieten: Für Sie als Experte wäre es auch möglich, dass Sie Kurse erarbeiten und diese dann online verkaufen. Wenn Sie zum Beispiel einen Yoga-Blog hätten, würden sich Online-Yogastunden dafür anbieten.
  • Abonnement- und Mitgliederseiten verwenden, eine ebenfalls beliebte Methode, um mit Blogs Geld zu verdienen. Bei diesem Ansatz erhalten zahlende Nutzer Content, Kurse oder Produkte in Premium-Form (z. B. exklusive Berichte, SEO-Kurse oder Make-up-Produkte).
  • ein E-Book verkaufen. Noch eine Möglichkeit, online zu Geld zu kommen. Es scheint, als hätte heutzutage jeder Blogger eins. Weitverbreitet ist die Methode, über ein kostenloses E-Book eine E-Mail-Liste zu erstellen und dann auch kostenpflichtige Bücher anzubieten.

Webinare & Events

Wenn Sie viele Leser haben, gäbe es die Möglichkeit, ein Online- oder persönliches Event für sie zu organisieren. Ein Beispiel wäre ein Workshop zum Thema Brotbacken. Natürlich könnten Sie hierfür eine Eintritts- oder Teilnahmegebühr verlangen.

Genauso würde es sich anbieten, ein Webinar zu organisieren, beispielsweise in Form eines Online-Workshops, und Ihren Teilnehmern einen entsprechenden Preis zu berechnen. Im digitalen Marketing etwa sind Webinare weitverbreitet.

Sponsored-Content-Möglichkeiten verkaufen

Einige Blogger ermöglichen manchen kommerziellen Unternehmen die Platzierung von Beiträgen in ihrem Blog. Um Sponsored Content auf deren Seite veröffentlichen zu dürfen, müssen die Unternehmen Geld an die Blogger zahlen.

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Anmerkung: Achtung: Wenn Sie gesponserte Beiträge platzieren, sollten Sie diese entsprechend kennzeichnen und für die Verlinkung „Nofollow“-Links verwenden. Andernfalls besteht das Risiko, ein Problem mit Google zu bekommen, da dies als Linkverkauf gewertet werden könnte.

Spenden annehmen

Sie können natürlich auch Ihre Leser bitten, einen kleinen Beitrag zu leisten und für Ihren Blog zu spenden. Für die Einrichtung eines solchen Systems ist PayPal gut geeignet – ich persönlich halte es für eine sonderbare Art, auf diesem Weg Geld zu verdienen. Eine weitere Option ist Patreon, eine Plattform, über die Ihre größten Fans Ihren Blog finanziell unterstützen können. Auch wenn die Nutzer eher aus englischsprachigen Ländern kommen, kann dieser Dienst auch in Deutschland genutzt werden.

Ein paar letzte Gedanken

Es ist ganz klar keine einfache Sache, einen Blog zu erstellen. Um erfolgreich zu sein, ist harte Arbeit und Durchhaltevermögen erforderlich – und wahrscheinlich auch ein bisschen Glück.

Die gute Nachricht ist aber: Je mehr Zeit Sie in die Planung stecken, desto wahrscheinlicher haben Sie Erfolg. Was bedeutet das für Sie? Denken Sie strategisch! Hier habe ich noch einmal Schritt für Schritt den Prozess zusammengefasst, der Sie dabei unterstützt, einen Blog zu erstellen und damit tatsächlich Geld zu verdienen:

  1. Entscheiden Sie sich für ein Thema, über das Sie bloggen möchten.
  2. Wählen Sie einen coolen Namen für Ihren Blog.
  3. Finden Sie die beste Plattform, um einen Blog zu starten – WordPress, Weebly oder Wix.
  4. Suchen Sie Ihr Blog-Template bzw. Design aus.
  5. Erstellen Sie zusätzliche Seiten – Über mich, Kontakt und Nutzungsbedingungen.
  6. Planen Sie die Inhalte Ihres Blogs.
  7. Machen Sie Werbung für Ihren Blog und sorgen Sie für Traffic.
  8. Holen Sie mehr aus Ihrem Blog raus und verdienen Sie Geld durchs Bloggen.

Ich hoffe, Sie haben jetzt eine deutlichere Vorstellung davon, wie Sie einen Blog starten können. Hoffentlich konnten Sie ein paar Anregungen mitnehmen und gehen in ein paar Tagen online. Geben Sie mir Bescheid, wenn es soweit ist, ich würde mich freuen.

Sie können auf jeden Fall gerne einen Kommentar hinterlassen, wenn Sie noch Fragen haben! Ich werde Ihnen so gut wie möglich weiterhelfen.

Viel Erfolg!

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