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dawanda alternativen

handbagEs ist die klassische Herausforderung für junge Designer: man hat ein tolles Produkt entwickelt und möchte es nun verkaufen. Egal ob Umhängetaschen aus alten Gummiboten, Schmuck aus Recycling-Material oder T-Shirts aus Bio-Baumwolle.

An Ideenreichtum mangelt es in den seltensten Fällen. An Kundeninteresse meistens auch nicht – aber dafür müssen die Kunden erst einmal etwas von den tollen Waren mitbekommen.

Dawanda war immer eine tolle Option zum Verkauf. Nun schließt das Unternehmen seine Tore und das ist sehr schade. Schließlich konnten die Berliner eine ziemlich große Fangemeinde aufbauen.

Doch was nun? Etys, Ebay oder doch ein eigener Online Shop?

So sehen die Vor- und Nachteile der drei Möglichkeiten aus:

Anbieter Etsy Ebay Online Shop
Informationen + Ideales Umfeld für individuelle Produkte
+ relativ günstige Gebühren
+ Community
– sehr viel direkte Konkurrenz
+ hoher Bekanntheitsgrad
+ Besucherfrequenz
+ Vertrauen in die Plattform
– Gefahr in der Masse der Produkte unterzugehen
– hohe Gebühren
+ Komplett individuell gestaltbar
+ sehr geringe Verkaufsgebühren
+Branding-Effekt
– hoher Erstellungsaufwand

Welche alternativen Verkaufsplattformen gibt es?

Außer dem amerikanischen Dawanda Vorbild Etsy gibt es eigentlich kaum große alternative Verkaufsplattformen. Etsy ist in Deutschland inzwischen sehr etabliert und wird nach der Schließung von Dawanda zum absoluten Platzhirschen heranreifen.

Gemessen an verschiedenen Website-Bewertungskriterien scheinen weitere Alternativen wie Palundo, Shopwindoz und Hokohoko.com ein eher überschaubares Publikum anzuziehen. Große Umsätze würde ich mir von diesen Plattformen nicht unbedingt versprechen. Zudem scheint Palundo gerade überannt zu werden von Ex-Dawanda Verkäufern. Die Website funktioniert momentan jedenfalls nur sporadisch.

online shopWeniger Alternative als Notwendigkeit ist hingegen ein eigener Online Shop. Gerade der Aspekt der Markenbildung lässt sich natürlich am besten dort realisieren, wo man sich so individuell wie möglich präsentieren kann. Außerdem kann man sämtliche Verkaufsprovisionen einfach einsparen.

Hinzu kommt, dass die Integration eines eigenen Blogs dabei helfen kann, sich sehr transparent und kundennah zu präsentieren. Ein netter Nebeneffekt: wer hochwertige Blogartikel produziert, bekommt langfristig mehr Besucher über Suchmaschinen.

Sehen wir uns die besten Möglichkeiten an, einen kleinen Online Shop zu erstellen:

Jimdo Online Shop

Jimdo ist ein deutscher Anbieter für Websites und bietet dazu auch einen Online Shop an. Großer Vorteil: Jimdo legt viel Wert auf Rechtssicherheit und hält sich an die EU-Gesetze. Programmierkenntnisse benötigt ihr keine, da Jimdo wirklich sehr einfach zu bedienen ist. Wer mit Dawanda klarkommt, der schafft es auch einen ordentlichen Jimdo Shop zu erstellen.

Ab $7.50 pro Monat gehts bereits los, im Pro Tarif liegt das Maximum allerdings bei 5 Produkten. Interessanter ist der Business Tarif für $20 pro Monat. Dort kann man unbegrenzt viele Produkte einstellen und aus mehreren Zahlungsoptionen auswählen. Hier findet ihr unseren Testbericht.

Jimdo kostenlos ausprobieren

Wix E-Commerce

wix online shop

Wix ist wie gemacht für Kreative, da man hier die beste Templateauswahl von allen Homepage-Baukästen vorfindet. Auch der Online Shop überzeugt durch großen Funktionsreichtum, wie z.B. Mitgliederkonten und SEO-Funktionen. Der Preis von $20 im Ecommerce Tarif ist sehr angemessen, da auch hier keine Verkaufsprovisionen fällig werden. Hier ist unser Testbericht.

Wix kostenlos testen

1&1 E-Shop

Wer ein größeres Online Business aufbauen möchte, sollte sich die 1&1 E-Shops genauer ansehen. Zwar ist die Website-Erstellung damit nicht ganz so einfach wie mit Jimdo oder Wix, dafür kann man aus eine Fülle an Funktionen wählen. Selbst mehrsprachige Online Shops sind hier möglich.

1&1 E-Shop kostenlos testen

Einen ausführlichen Guide zum Aufbau eines eigenen Online Shops findet ihr übrigens hier.

Den eigenen Online Shop über Ebay und Etsy bewerben?

Offiziell ist das verständlicherweise nicht erlaubt. Es gibt aber durchaus Wege, wie man dem eigenen Online Shop einen kleinen Anschub über die Profile bei den beiden Verkaufsplattformen geben kann.

Wer ein Angebot einstellt, sollte sein Logo verwenden – der Markenname klar ersichtlich. So sollte es für Interessenten schon mal ganz einfach möglich sein den Shop zu googlen. Ebay scheint zu erkennen, wenn sich in dem Bild eine URL versteckt – folglich wird das Angebot gestoppt.

Bei Ebay kann man ansonsten eine „mich“ Seite einrichten. Auf dieser ist es auch erlaubt auf seine eigene Website zu verlinken und das sollte man auch tun. In den Bedingungen steht, dass dort das gleiche Produkt nicht zum gleichen Preis oder günstiger verkauft werden darf. Ob das im Einzelfall geprüft wird, ist mir nicht bekannt, eine solche manuelle Prüfung dürfte für Ebay allerdings sehr aufwändig sein.

Da man bei Ebay und Etsy sonst keine URLs angeben darf, kann man versuchen seine E-Mail Adresse mit der entsprechenden URL prominent anzugeben. So mancher Interessent gibt diese vielleicht direkt ein und macht so Bekanntschaft mit Ihrem Shop.

Was man versuchen könnte, ist es Wiederholungskäufer das nächste mal in den eigenen Shop zu locken. Das kann man z.B. mit einem E-Mail Newsletter versuchen – allerdings ist dabei zu prüfen, ob das rechtlich in Ordnung ist, d.h. ob man ein gültiges Opt-in nachweisen kann. Natürlich sind die jeweiligen AGB’s der Plattformen vorher zu prüfen.

Fazit

Etsy und Ebay sind sehr gut dafür geeignet schnell ein großes Publikum zu erreichen. Langfristig effektiver und kostengünstiger ist es allerdings die eigene Website mit integriertem Online Shop aufzubauen und hauptsächlich darüber zu verkaufen. Das ist letztendlich die beste Dawanda Alternative.

Wie sehen eure Erfahrungen aus? Kennt ihr weitere Alternativen?

 

Letztes Update:

05.07.2018 – Ergänzung von Online Shop Anbietern.

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