1

Diese Serie soll Ihnen einen einfach nachvollziehbaren Schritt für Schritt Leitfaden an die Hand geben, mit dem Sie mit kleinem Budget einen professionellen Online-Shop aufbauen können. Hier finden Sie die Themenübersicht.

Die Website Lisichka.eu ist inzwischen fertig, werfen Sie doch einfach mal einen Blick drauf!

OfferNachdem wir in Teil 1 die grundsätzlichen Ziele und Funktionen unseres Online-Shops für Handtaschen festgelegt haben, bildet sich in unseren Köpfen langsam aber sicher ein Bild.

Jetzt wird es Zeit konkreter auf den Inhalt der Website für Lisichka einzugehen. Was wir ja bereits wissen, ist, dass wir Großabnehmern das Portfolio zeigen möchten. Des Weiteren soll ein Online-Shop für Endkunden entstehen. Und nicht zu vergessen: ein Blog soll durch regelmäßigen, frischen Content Besucher anlocken und dabei helfen der Marke Lisichka Authentizität zu verleihen.

Es ist nun an der Zeit uns detailierter mit den Inhalten und der Struktur zu beschäftigen.

Schritt 1: Stoffsammlung

stoffsammlungDer sinnvollste Weg zu beginnen, ist es tatsächlich wie in der Schule beim Aufsatzschreiben erst einmal eine lose Stoffsammlung herunterzuschreiben. Dort soll alles stehen, was auf die Website passen könnte – lieber zu viel als zu wenig und bewusst ohne Struktur. Dinge zu streichen ist einfacher als sie später hinzuzufügen.

Fertigen Sie also eine Liste an und denken Sie nicht gleich an Navigation und Menüpunkte. Strukturieren werden wir die Inhalte in Schritt 3. Links finden Sie ein Beispiel für eine solche Stoffsammlung – sorry für die schlechte Handschrift 😉

Schritt 2: Konkurrenz ausspähen

Das klingt jetzt vielleicht etwas wilder als es ist. Dieser Schritt ist aber in vielerlei Hinsicht sehr wichtig, denn Ihre Wettbewerber sind Segen und Fluch zugleich. Ein Segen, weil sie dafür sorgen, dass Sie dazu motiviert sind immer neue Ideen zu entwickeln. Ein Fluch, da Sie Ihnen, wenn Sie nicht aufpassen, Marktanteile und somit Einnahmen abzwacken.

Aus diesem Grunde ist jetzt ein guter Moment sich in der Website-Landschaft Ihrer Wettbewerber umzusehen. Falls Sie erstmalig online verkaufen, sollten Sie beachten, dass Ihre Konkurrenz nicht nur im Umkreis von 30 km um Sie herum sitzt. Nein, je nach Markt kann Ihre Konkurrenz irgendwo in Deutschland oder sonstwo in der Welt sitzen.
Legen Sie sich am besten direkt eine Liste an mit den Namen und den Internetadressen Ihrer Wettbewerber, um jetzt und in Zukunft zu sehen, ob Sie sich in irgendeiner Weise an deren Aktivitäten inspirieren lassen können. Per Google Alerts können Sie sich übrigens automatisch über Neuigkeiten in Ihrem Tätigkeitsgebiet informieren lassen.

Aber zurück zum Online Shop: suchen Sie jetzt auf den Wettbewerber-Websites nach Inhalten, die Sie in Ihrer Soffsammlung vielleicht noch nicht berücksichtigt haben aber trotzdem gut finden.
Ein kleiner Tipp
: amerikanische Websites sind den Europäischen häufig immer noch einen Tick voraus. Googlen Sie ruhig auch mal englische Suchbegriffe, um weitere Anregungen zu finden.

Auch branchenfremde Websites können interessante Erkenntnisse liefern, denn möglicherweise ist Ihre Branche nicht so sonderlich innovativ was den Web-Auftritt betrifft. Hier finden Sie Beispiele für einige gelungene Websites. Für mehr Beispiele können Sie folgende Google Suche durchführen: „Name Ihrer Branche in Englisch website showcase“.

Schritt 3: Struktur fertigstellen

Zur Fertigstellung der Shop-Struktur gibt es verschiedene Wege. Mein eindeutiger Favorit ist Papier, Bleistift und ein paar Buntstifte. Es gibt aber auch professionellere Wege, wie z.B. die Mind Mapping Software von Mindmeister. Gerade wenn Sie vor haben eine sehr umfangreiche Website zu erstellen, ist das vielleicht ein interessantes Tool.

Strukturieren Sie Ihre Stoffsammlung nun neu und erstellen Sie eine Clusterung der Inhalte. Das bedeutet, dass wir Oberpunkte suchen, aus denen wir uns später die Hauptnavigation basteln. Untergeordnete Punkte wandern folglich in die Subnavigation.

Sie sieht die Clusterung für den Lisichka Online-Shop aus:
mindmap

Bestücken Sie Ihre Mindmap nach und nach mit neuen Ideen. Auch neue Verknüpfungen können Sie durch Verbindungslinien entstehen lassen. Die Oberpunkte können (müssen aber nicht) später auch als Navigationspunkte der Website dienen.

Weiterer Tipp: Jetzt ist ein guter Moment, um jemandem der unbeteiligt am Projekt ist, nach seinem Feedback zu fragen. Oft wird man schneller betriebsblind als einem lieb ist!

Mit dieser Mindmap haben wir nun alles in der Hand was wir brauchen, um uns in Teil 3 der Serie für das richtige Online Shop-Tool zu entscheiden.

Ihre Kommentare und Feedback

Zurück nach oben