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Speedtest website builder

Ob von zuhause aus oder von unterwegs: Wenn User Informationen aus dem Internet brauchen, wollen sie diese sofort.

Erste Inhalte wie z. B. Überschriften oder Navigation sollten optimalerweise innerhalb von zwei Sekunden geladen werden, damit der User mit einer Website interagieren kann.

Ihre Website bietet relevante Inhalte, ist SEO-mäßig durchoptimiert, und benutzerfreundlich ist sie sowieso? Das ist vorbildlich – wird aber trotzalledem negativ beeinflusst, wenn die Ladezeiten zu lang sind.

Warum sind schnelle Ladezeiten so wichtig?

Zum einen haben User keine Zeit (und oft auch keine Lust) darauf zu warten, dass sich die Website dazu bequemt die gewünschten Informationen herauszurücken. Ganz besonders schnelle Ladezeiten erwarten diejenigen User, die von unterwegs etwas nachschauen und auf die mobile Version einer Webseite zugreifen.

‚Frage-Klick-Antwort‘, das ist die Erwartungshaltung. Und wenn das auf der einen Webseite nicht funktioniert, dann wird halt schnell beim Wettbewerber nachgeschaut. Eine langsame Website gibt dem Besucher ein komisches Gefühl – “stimmt mit dieser Website am Ende etwas nicht?”. “Hat der Betreiber die Technik nicht im Griff?” sind typische Fragen, die sich der User stellt. Eine langsam ladende Seite kann man durchaus vergleichen mit schlechtem Website-Design. Auch damit vermittelt man einen unprofessionellen Eindruck.

Zum anderen ist die Ladezeit auch ein SEO-Kriterium für Google: Hier kann eine langsame Ladezeit zur Abwertung im Ranking führen.

7 Anbieter im Geschwindigkeitstest

Die durchschnittlichen Ladezeiten (den sogenannten Pagespeed) ermittelten wir für sieben gängige Anbieter von Homepage-Baukästen. Hierfür haben wir bei Jimdo, Webnode, Webs, Weebly, Wix, Yola und 1&1 jeweils drei unbearbeitete Templates geprüft, und zwar in der Desktop- und in der mobilen Version.

Die Tests erfolgten mit Google Page Speed Test und unabhängig von der Schnelligkeit der Internetleitung. Um es direkt zu sagen: Leider schneidet keiner der Anbieter wirklich gut ab.

Die erforderlichen 85 Punkte, die zur Einstufung in den grünen Bereich nötig sind, erreicht als einziger Anbieter Webnode – allerdings ganz knapp und nur in der Desktop-Version. Hier ist die Ergebnistabelle mit den durchschnittlichen Ladezeiten:

Homepage-Baukasten Desktop Mobil
Webnode 87 68
Yola 82 65
Weebly 81 66
Webs 78 62
Jimdo 75 60
Wix 75 55
1&1 MyWebsite 73 59


Anmerkung zum Testverfahren
: Wir haben pro Anbieter drei zufällig ausgewählte Vorlagen (Templates) getestet. Der Pagespeed-Wert in der Tabelle zeigt den Durchschnitt der drei Templates.

Ergebnis des Pagespeed-Tests: Dringender Handlungsbedarf

Zwar ist es sehr positiv, dass inzwischen alle getesteten Anbieter eine mobile Website-Version anbieten, allerdings ist auffällig, dass gerade hier besonders schwache Ergebnisse zustande kamen: von 55 Punkten (Wix) bis 68 Punkten (Webnode) sind alle Anbieter weit von den angestrebten 85 Punkten entfernt.

Über diesen nicht besonders positiven Ausgang unseres Pagespeed-Tests möchten wir als unabhängiges Verbrauchermagazin sowohl die User, als auch die Anbieter der Baukastensysteme aufmerksam machen. Denn besonders problematisch an diesem Ergebnis ist, dass der User auf viele gravierende Ursachen der langsamen Ladezeiten keinen Einfluss hat.

Die verantwortlichen Vorgänge, wie zum Beispiel die Komprimierung von JavaScript- und CSS-Dateien oder das Entfernen von Elementen, die das Rendern blockieren, liegen im Verantwortungsbereich der Anbieter. Da die User heute aber zunehmend Wert auf mobile Internetnutzung legen, müssen die Anbieter von Homepage-Baukästen im Bereich der Ladezeiten dringend nacharbeiten.

Wozu führt eine schlechte Ladezeit?

Besucher Ihrer Seite, vor allem diejenigen mit einer eher schwachen Internetverbindung, müssen länger warten, bis die Seite sich aufgebaut hat. Ungeduldige User springen dann ab und suchen eine Seite mit schnellerer Ladezeit. Als Konsequenz ranken Wettbewerber mit gleicher inhaltlicher Qualität, die aber einen schnelleren Pagespeed haben, normalerweise besser in Google.

Nach wie vor gilt allerdings: Relevanz als Kriterium schlägt Pagespeed. Es ist also wichtiger, dass Ihre Website aktuelle und valide Informationen mit Mehrwert für den Leser bietet und somit natürliche Backlinks generiert. Hoher Zugriff, Inhalte, die regelmäßig aktualisiert werden und eine niedrige Absprungrate sind in Summe wichtiger als der Pagespeed. Trotzdem ist dieser ein wichtiges Kriterium für ein gutes Ranking und Sie sollten alles dafür tun, die Ladezeiten so kurz wie möglich zu halten.

Wie kann ich die Ladezeiten meiner Homepage optimieren?

Bei Homepage-Baukästen können User zwar nichts an der Programmierung ändern, aber es gibt durchaus Möglichkeiten, die Ladezeiten zu verkürzen:

Bilder: Je größer die Bilder sind, desto länger ist die Ladezeit. Mit Tinypng.org lassen sich Bilder in Dateiformat, Qualität und Größe ganz einfach ohne Qualitätsverlust komprimieren.

Text: Natürlich bekommen Bilder eher die Aufmerksamkeit der User als Texte, und an einigen Stellen dienen Bilder auch zur Verdeutlichung des Geschriebenen. Trotzdem sollten Sie Bilder nicht benutzen, um Texte zu ersetzen. Texte verursachen nämlich die geringsten Ladezeiten.

Skripte: Vermeiden Sie nach Möglichkeit unnötige Spielereien wie rotierende oder allgemein sich bewegende Hintergrundbilder, Slideshows, Facebook-Likeboxen oder andere Sachen, die mit aufwändigen Skripten hinterlegt sind. Skripte haben einen erheblichen Einfluss auf den Pagespeed.

Unser Fazit

In manchen Bereichen können Sie als User selbst Einfluss auf die Ladezeiten nehmen. Trotzdem sind und bleiben die Ladezeiten für Desktop- und mobile Versionen der Homepage-Baukästen zu lang. Vor allem betrifft das 1&1, Jimdo und Wix.com, die über eine große Nutzerbasis in Deutschland verfügen. Wir halten Sie auf dem Laufenden, falls sich etwas tun sollte.

Wer noch Fragen oder Anmerkungen zu diesem Thema hat, kann gerne einen Kommentar hinterlassen.

 

Image: sajola / photocase.de

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