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Vor wenigen Tagen ging WebBuilder an den Start.

Was kein Geheimnis ist: er basiert auf dem System des englischen Anbieters BaseKit und zielt tendentiell auf den Markt der High-End Homepage-Baukästen ab – angesiedelt irgendwo zwischen WordPress.org und Jimdo.

hosteurope webbuilderEin kluger Schachzug von Host Europe, denn in diesem Bereich gibt es derzeit kaum Anbieter, die auch auf dem deutschen Markt aktiv sind.

In den USA gibt es in diesem Segment zum Beispiel Squarespace – allerdings begnügen sich die New Yorker bislang voll und ganz mit dem englischsprachigen Markt. Da Support immer ein wesentlicher Bestandteil von Homepage-Baukästen ist, spielt die deutsche Sprache natürlich eine große Rolle.

WebBuilder Anmeldung & Tarife

Den WebBuilder kann man 30 Tage lang kostenlos ausprobieren. Wer will, kann hier auch direkt eine Domain zu den üblichen Konditionen von Host Europe dazubestellen.

Als Tarife gibt es den Basic– und den Pro-Tarif. Am sinnvollsten erscheint die Pro-Variante, welche 12,99€ pro Monat kostet, bei einer Mindestlaufzeit von nur 3 Monaten.

Der Basic-Tarif (5,99€ p.M.) ist so weit abgespeckt, dass er eigentlich kaum noch sinnvoll ist – man kann lediglich 10 Einzelseiten erstellen und weder Formulare noch die vorgefertigten Social Media-Elemente nutzen. Viele Homepage-Baukasten Anbieter leisten in ihren kostenlosen Tarifen bereits mehr.

Wer bereits HostEurope Kunde ist, kann die WebBuilder Pakete auch vergünstigt als Add-on dazubuchen.

Website erstellen mit WebBuilder

Nachdem man sich zum ersten Mal einloggt, wählt man zunächst ein Template aus. Der WebBuilder bietet wirklich interessante und geschmackvolle Designs.

webbuilder vorlagen
Hat man seine Wahl getroffen, wird die Basis-Website mit Dummy-Content vorbereitet. Jetzt geht es ans Individualisieren. Neue Elemente fügt man generell mit den Drag’n’Drop Elementen aus der linken Spalte hinzu.

webbuilder widgetsDas ist genauso einfach wie es klingt. Noch dazu kann man Elemente sehr einfach verschieben und so anordnen wie man es eben gerne hätte. Jede Menge künstlerischer Freiheit.

Dazu gibt es jede Menge interessanter Funktionen. Darunter: Suchfunktion, Kommentar-Widget, Formular-Elemente und eine nette Fotogalerie. An Social Media-Funktionen wurde genauso gedacht wie an E-Commerce Buttons, die ausschließlich über Paypals „Buy now“-Buttons laufen. Dafür ist mindestens der Pro Tarif nötig. Für einen ausgewachsenen Online Shop ist WebBuilder aber nicht die richtige Wahl.

Nun aber zu den Problemchen, die ich mit WebBuilder hatte. Ich fand es beispielsweise recht kompliziert die Bannergrafik und Navigation für die gesamte Website zu ändern. Wie ich vom Support erfuhr, sind genau dafür die Vorlagen-Widgets gemacht. Im Anschluss herauszufinden wie man diese genau bedient, war gar nicht so einfach.

Ganz generell schadet es aber nicht, wenn man grundsätzlich versteht, wie HTML und CSS zusammenspielen. Denn bei WebBuilder trifft man recht schnell auf Begriffe wie Ränder (Border), Seitenrand (Margin), Rahmenabstand (Padding) etc. die man wesentlich besser einschätzen kann, wenn man über das entsprechende Hintergrundwissen verfügt.

webbuilder seo

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Das Thema Suchmaschinenoptimierung meistert BaseKit mit Bravour. Man hat Zugriff auf alle relevanten Bereiche und kann sogar 301 Redirects einrichten.

webbuilder seo

Funktionen, die wir vermissen

Ein Tool wie WebBuilder sollte sicherlich einen Blog anbieten. Wie ich die Sache einschätze, wird das sicherlich irgendwann folgen. Auch lässt das Baukastensystem eine mobile Webseiten-Ansicht vermissen – in der heutigen Zeit eigentlich nicht mehr akzeptabel. Das Internet verlagert sich zunehmend auf Smartphones und Tablet Devices. Das sollte wirklich schleunigst nachgeholt werden.

Support

Das System ist bereits ist momentan noch eher spärlich dokumentiert – es ist zu hoffen, dass die Knowledge Base mit der Zeit noch anwachsen wird. Das englische Original BaseKit bietet mit seinem Live Chat System einen tollen Supportkanal. Host Europe bietet das zwar nicht, setzt dafür aber auf die klassischen Wege Telefon und E-Mail.

Ich habe für den Test nur eine E-Mail Anfrage gestellt und die wurde innerhalb von einer Stunde auch zufriedenstellend beantwortet.

Fazit

Host Europe bietet eine äußerst interessante Plattform mit viel Potential. Zu begrüßen ist, dass es nun einen Anbieter gibt, der sehr viel Spielraum für (Web-)Designer bietet.

Der Homepage-Baukasten steht derzeit noch am Anfang, mit Sicherheit werden die englischen Entwickler hier noch einige nette Funktionen ergänzen. Wer ein ernsthaftes Interesse an einem Premium Homepage-Baukasten hat, sollte WebBuilder am besten einmal testen.

Für Basekit sprechen vor allem die frischen und unverbrauchten Designs. Wen die englische Sprache nicht stört, der kann sollte außerdem ein Auge auf Squarespace werfen.

Hier können Sie WebBuilder 30 Tage lang kostenlos testen.

Falls Sie jedoch ein kompletter Anfänger im Gebiet der Website-Erstellung sind, würde ich dann doch eher zu einem Anbieter wie Jimdo raten.

Stand: 19 Dec 2011 | Robert Brandl


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