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Wer kennt sie nicht: die Websites der Firmen, die kurz nach der Jahrtausendwende ins Netz gestellt worden sind und seit dem nicht mehr angefasst wurde. Die Tatsache, dass es eine Homepage gibt, ist ja erst einmal positiv, denn noch immer verzichtet jedes 5. Unternehmen komplett auf einen Internetauftritt.

Mehr Besucher mit einfachen Mitteln

homepageEine Studie des amerikanischen Homepage-Baukastens Sitekreator zeigte nun, dass Firmen, die wenigstens fünf Updates im Monat durchführen durchschnittlich 300% mehr Besucher auf die Website bekommen.

Der Grund ist einfach: es lohnt sich für Kunden und Interessenten zurück zu kommen – vorausgesetzt die Inhalte sind für die Zielgruppe relevant. Das ist aber nicht alles, denn auch Suchmaschinen lieben frischen Content und schicken mehr und mehr Besucher und damit letztendlich auch Kunden in Ihre Richtung.

Aber es geht noch besser: Firmen, die dazu ihre Website mit Facebook Integriert haben, bekamen laut Studie bis zu 400% mehr Besucher (Twitter kann das Otto-Normal Kleinunternehmen übrigens vernachlässigen). Hierbei ist sehr wichtig, dass man eine Sache beherzigt: die Inhalte müssen auf der Firmen-Website konsumiert werden und nicht auf Facebook.

Wer seine Leute zu Facebook schickt, der braucht sich nicht wundern, wenn diese gleich dort bleiben (dann konkurriert man nämlich mit den Bildern des Junggesellenabschiedes des besten Kumpels). Der clevere Firmeninhaber nutzt Facebook um Besucher dort abzuzapfen. Hier finden Sie Infos, wie man Facebook richtig nutzt.

Woran scheitert die Umsetzung?

Meistens denken kleine und mittlere Firmen, dass es doch sowieso kaum etwas interessantes zu berichten gibt. Wird ein neues Produkt herausgebracht, so schickt der Durchschnitts-Mittelständler eine Pressemitteilung auf den Weg, die meistens so sterbenslangweilig ist, dass ein normaler Kunde nie auf die Idee kommen würde sie zu lesen.. Der würden sich nämlich viel mehr für lebendig geschriebene Texte aus der Praxis interessieren, die ein paar Hintergrundinfos liefern, z.B. im Stil eines Blogs.

Bei kleinen Firmen sind die Herausforderungen noch viel banaler: die Internetseite wurde entweder hand-codiert und kann deswegen nur von einem Webdesigner bearbeitet werden. Oder sie wurde mit einem komplizierten Content Management System (CMS) erstellt, das einem nach erfolgreichem Login umgehend graue Haare wachsen lässt.

Webdesigner spotten ja ganz gerne mal über Baukastensysteme und kanzeln diese als Spielzeug ab. Diese Sorte Webdesigner hat erstaunlicherweise trotz häufigem Kundenkontakt nicht gemerkt, dass Leute, die nicht mit dem Internet groß geworden sind, auf die vielfältigen Möglichkeiten eines Profi-CMS pfeifen und lediglich hier und da mal einen neuen Text einstellen möchten – und das so unkompliziert wie möglich.

Persönlich finde ich eine Website, die vielleicht nicht perfekt durchgestylt ist, aber dafür relevanten Content liefert wesentlich besuchenswerter als ein statisches Gebilde, mit dem sich der Firmenbesitzer längst nicht mehr beschäftigt.

Aber egal ob Sie bevorzugen die Homepage selbst zu machen oder sie von fähigen Leuten (z.B. Twago) erstellen zu lassen, die verstanden haben, worauf es ankommt: eine Lösung ist meist greifbarer als Sie denken.

Bild: WoGi – Felix Jork – Fotolia.com

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