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Vor- und Nachteile eines gehosteten CMS

Squarespace TemplatesVielleicht erinnert sich noch jemand an Geocities – einer der ersten Dienste, mit denen man sich auf einfachste Weise eine Homepage bauen konnte. Wohlgemerkt konnte, der Dienst wurde nämlich vor 10 Tagen dicht gemacht.

Seitdem ist die Entwicklung aber nicht stehen geblieben: Webnode, Jimdo oder auch Squarespace heißen die New Kids on the Block. Aber was spricht denn überhaupt für ein solches System? Denkt man an Geocities zurück, kann man nur mit den Ohren schlackern. Besonders viele schöne Seiten sind dadurch nicht entstanden, eher viele Seiten.

Aber keine Sorge: die hier getesteten Systeme sind wesentlich reifer und warten mit Templates auf, die selbst Designer entzücken (siehe Squarespace).

Doch nun, ohne heißen Brei und Darumherumgerede: Wann ist ein gehostetes CMS ideal und wann auf keinen Fall?

Die Vorteile des Baukasten-Systems:

Einfache Bedienung: ohne Programmierkenntnisse zu handhabbar
Alles aus einer Hand: Hosting, Software für Website, Blog und Shop, komplette Wartung inklusive.
Kosten: die Kosten sind oft kaum höher, als ein Webhosting Paket mit ähnlichem Webspace – wenn nicht sogar gratis. Allerdings: in den höheren Tarifen können auch etwas höhere Kosten anfallen (wir sprechen von ca. 12-25€ monatlich). Lässt man sein Projekt in einem Open Source-CMS aufsetzen, kommt man monatlich billiger davon; allerdings können dabei nicht unerhebliche Kosten für das erstmalige Aufsetzen und für Anpassungen von Templates entstehen.
Webseiten für jeden: wer eine ordentliche Power Point Präsentation erstellen kann, kann mit diesen Tools auch eine ansehnliche Website zu erstellen.
Feature-Reichtum: ein guter CMS-Anbieter entwickelt seine Software ständig weiter (so wie unsere Testempfehlungen)
Drag and Drop-Integration: Widgets, Google AdSense, Paypal, Formular-Module – es gibt kaum etwas, das nicht integriert werden kann.
Support: durch E-Mail Support, Live-Chat und Foren (je nach Anbieter) wird man bei seinem Schaffen unterstützt.

Und die Nachteile:

Eingeschränkte Flexibilität: das ist der Knackpunkt – auf wieviel Flexibilität ist man bereit zu verzichten? Wer sich beispielsweise an an ein exakt vorgegebenes Layout halten muss, kann hier an die Grenzen stoßen – da hilft nur ausprobieren.
Abhängigkeit von einem Anbieter: Der Anbieter sollte auf jeden Fall gut wirtschaften. Sollte er jemals pleite gehen, wäre die Seite erst einmal vom Netz.
Datenhoheit: Die Daten lagern außer Haus, da manche Anbieter im Ausland sitzen eben teilweise auch außerhalb von Europa.
Einbau von serverseitigem Code: das wird die Programmierer nicht freuen: PHP, Java und SQL müssen leider draussen bleiben. Aber wer das alles kann, würde sowieso eher die Finger von einem gehosteten CMS lassen. Auch so viele Add-ons wie es bei Open Source-Projekten gibt, bleiben ein Traum für den Baukasten-Bastler.
Große Webprojekte: Für richtig große und komplexe Webprojekte sind die Systeme schlicht und ergreifend nicht geeignet.

Fazit

testHosted CMS-Lösungen sind ideal für überschaubare Webprojekte, bei denen die Beteiligten keine Programmier-Cracks sind. Projekte bei denen vielleicht auch nur eine Person mitmischt und in der Lage sein will alles allein umzusetzen – Konzept, Seite, Text und Grafik.

Dadurch begünstigen diese Systeme auch eine rasend schnelle Umsetzung von Ideen. Auch wenn die Alternative das „von Hand programmieren“ ist, lohnt es sich diese Systeme erst mal unter die Lupe zu nehmen.

Was uns im Rahmen dieser Recherche aber klar geworden ist: die Anbieter müssen ein solides Fundament haben. Nicht, dass Geocities 2.0 daraus wird – das werden wir bei unseren Tests künftig stärker berücksichtigen.

Im Testlabor wurden die Systeme durchleuchtet – hier entlang.

Alle Vor- und Nachteile dabei? Wenn nicht, ergänz‘ es einfach in den Kommentaren.


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