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Shopify Alternativen

Shopify gehört unbestritten zu den besten Onlineshop-Lösungen, aber heute stelle ich Ihnen ein paar Alternativen vor. Es stimmt, dass der Anbieter immer beliebter wird, seit er in Deutschland offiziell auf dem Markt ist. Mittlerweile laufen darüber 600.000 E-Commerce-Shops weltweit. Aber vielleicht passt Shopify dennoch nicht ganz zu Ihren Vorstellungen. Zeit, sich nach ein paar guten Shopify-Alternativen umzusehen.

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Schauen wir uns doch trotzdem kurz die Vor- und Nachteile der Plattform an, bevor wir starten. Wenn Sie gerne noch genauere Informationen dazu hätten, lesen Sie am besten hier unseren vollständigen Testbericht zu Shopify.

 

Vorteile von Shopify Nachteile von Shopify
  • Benutzerfreundlichkeit: Zur Erstellung einer E-Commerce-Seite ist Shopify eines der einfachsten Tools, die ich je getestet habe, und das trotz der unglaublich vielen Funktionen.
  • Apps & Community: Sie finden nicht das, was Sie brauchen? Dafür gibt es Apps. Der Shopify App Store ist vollgepackt mit kostenlosen und kostenpflichtigen Lösungen, sodass Sie Ihren Shop mit weiteren Funktionen wie einem Live-Chat oder digitalen Produkten ausstatten können.
  • Template-Auswahl: Im Angebot sind über 170 professionell entworfene Vorlagen (darunter auch ein paar kostenlose Themes). Mit der Programmiersprache Liquid können Sie sogar Ihr eigenes Design erstellen.
  • Support: Rund um die Uhr steht ein Team zur Verfügung; damit ist der Support besser als bei den Shopify-Konkurrenten WooCommerce oder Magento.
  • Transaktionsgebühren: Zusätzliche Transaktionsgebühren für Verkäufer, wenn Shopify Payments nicht für Kreditkartenzahlungen genutzt wird.
  • Regulären Content erstellen: Super für Produktseiten, dafür nicht so toll für Blogs. Es gibt zwar ein paar Optionen, aber bei Shopify liegt der Fokus vorrangig auf dem Shop. Das kann selbst bei erfahrenen Webmastern zu Frustrationen führen.
  • Mehrsprachige Shops erstellen: Um seinen Shopify-Onlineshop in mehr als einer Sprache zu betreiben, bedarf es einer nicht ganz so leichten Einrichtung und günstig ist es auch nicht. Der unkomplizierteste Weg wäre hier diese (teure) App.
  • SEO bei Shopify: Leider muss man bei Shopify ein paar SEO-Probleme in Kauf nehmen (z. B. feste URL-Strukturen), die manche vielleicht als nervig empfinden.
  • Aktuell kann man nur in US-Dollar bezahlen (den Shop selbst kann man aber in jeder beliebigen Währung betreiben).

Jetzt, wo wir diese Aspekte noch einmal aufgegriffen haben, können wir mit den größten Shopify-Konkurrenten starten.

Die besten Shopify-Alternativen

WooCommerce

Nicht gerade eine All-In-One-Plattform, denn Sie müssen WordPress installieren (und auch eine ganze Menge dazu wissen). Trotzdem bietet WooCommerce als einfaches Plugin überraschend viele Funktionen.

Und das Coolste dabei ist, dass man es als seriöse E-Commerce-Lösung nutzen kann, ohne monatlich viel Geld hinzublättern. Obwohl es schon ein wenig komplizierter ist als das – wie Sie im Video und an den Vor- und Nachteilen unten sehen werden.

Preise von WooCommerce:

WooCommerce ist im Grunde umsonst. Doch weil es keine Plattform ist, brauchen Sie trotzdem ein gewisses Budget für das Hosten Ihres Shops. Im Schnitt könnte das Ganze ungefähr so aussehen:

  • Hosting: zwischen 5 – 25 € / Monat
  • Domain: rund 10 € / Jahr
  • Premium-Theme: einmalige Gebühr von ca. 55 €
  • Weitere Plugins: 40 – 80 € / Jahr pro Plugin

Am meisten bezahlt man aber für die ganze Zeit, die es dauert, bis alles problemlos läuft.

 

Vorteile Nachteile
  • Individuell erweiterbar: Sie können noch viele weitere Plugins hinzufügen und so den Shop zu einer leistungsstarken Lösung machen.
  • Tolle Segmentierungsoptionen: Für Kundenlogins und Administratorkonten.
  • Auswahl an Templates: Sie finden online nicht nur jede Menge kostenlose Themes und Premium-Designs, Sie können diese auch nach Ihren Wünschen individualisieren (in der Regel über den Programmcode).
  • Rechtssicherheit: es sind extra Plugins wie WooCommerce Germanized oder German Market für die rechtliche Anpassung notwendig.
  • Komplexität: Für Anfänger ist die Einrichtung von WooCommerce nicht ganz einfach.
  • Kein offizieller Support: Genau wie bei WordPress sind Sie hier mit technischen Problemen auf sich alleine gestellt. Auf der anderen Seite ist WordPress als Plattform so beliebt, dass es Tausende erfahrene Entwickler gibt, die Sie beauftragen können.

Warum lieber WooCommerce als Shopify?

Wenn Sie WordPress schon kennen, verstehen und lieben, dann ist WooCommerce ein sehr starker Konkurrent. Auch in puncto Preis könnte der Anbieter interessant sein, sofern Sie eine einfache Lösung wollen und nicht das Budget, aber die Zeit haben, an Ihrer Seite zu basteln.

> Weitere Informationen gibt‘s im Testbericht

Wix

Wix ist regelmäßig Spitzenreiter unter unseren Lieblings-Website-Baukästen, aber kann er auch im Bereich E-Commerce mithalten? Jein. Die positive Seite ist, dass die Bedienung genauso einfach ist wie beim Baukasten und Sie ebenfalls gute Designmöglichkeiten und Zugang zu dem fantastischen App-Markt erhalten.

Allerdings kam der E-Commerce-Teil von Wix erst später dazu. Manche Funktionen fehlen (z. B. Import und Export von Funktionen), weshalb es schwierig werden dürfte, eine starke Konkurrenz für Shopify zu werden, wie Sie unten sehen können.

Preise von Wix:

  • Business Basic: $23 mit allen E-Commerce Funktionen, Speicherplatz bis zu 20 GB
  • Business Unlimited: $27 bis zu 35 GB Speicherplatz und bis zu 10 Stunden für Videos
  • Business VIP: $49, bis zu 50 GB Speicherplatz und VIP Support

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Vorteile Nachteile
  • Preis-/Leistung: Man bekommt hier sehr viel Leistung für sein Geld.
  • Benutzerfreundlichkeit: Genau wie beim Website-Baukasten ist die Bedienung einfach, schnell und komfortabel.
  • Kundenlogins: Im Unterschied zum Hauptkonkurrenten Weebly bietet Wix das Paket als kostenloses Add-on an (im App-Markt).
  • Keine zusätzlichen Transaktionsgebühren: Bei keinem der Onlineshop-Tarife.
  • Optionen zur Personalisierung fehlen: Wir würden uns zum Beispiel mehr Kontrolle über Bestätigungs-E-Mails wünschen.
  • Auf USA beschränkte Funktionen: Die Echtzeit-Versandoption steht nur im US-Raum zur Verfügung.

Warum lieber Wix als Shopify?

Sie haben bereits eine Wix-Website? Dann kennen Sie wahrscheinlich die Oberfläche und Philosophie der Designs, es sollte also ein Klacks sein, Ihren Shop damit zu erstellen. Wix ist ebenfalls eine super Alternative, wenn Sie auf der Suche nach einem guten Preis-Funktions-Verhältnis sind.

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Jimdo

Das Hamburger Unternehmen verzeichnet mehr als 200.000 Onlineshop-Betreiber. Obwohl Jimdo hauptsächlich als Website-Baukasten bekannt ist, ist das Tool anscheinend auch unter denjenigen beliebt, die einen Onlineshop erstellen wollen. Meine Vermutung wäre, dass das eher an dem kostenlosen Angebot liegt als an den tollen Funktionen.

Trotzdem ist Jimdo eine gute Option für Einsteiger, die eine einfache, schnelle und effiziente Lösung suchen. Zumindest, wenn man physische Produkte verkaufen will – mehr dazu bei den Nachteilen weiter unten.

Es gibt mittlerweile eine neue Version, namens Jimdo Dolphin, aber die ist momentan eingeschränkter als Jimdo Creator.

Preise von Jimdo Creator:

  • Free: $0 Verkauf von maximal 5 Produkten.
  • Pro: $10 SEO-Optionen vorhanden und Verkauf von bis zu 15 Produkten.
  • Business: $20 Unbegrenzter Verkauf von Produkten.

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Vorteile Nachteile
  • Benutzerfreundlichkeit: Jimdo lässt sich genauso kinderleicht bedienen wie der Baukasten.
  • Super Preis: Sie könnten sogar umsonst verkaufen!
  • Keine Transaktionsgebühren: Zumindest nicht direkt von Jimdo.
  • Verkauf digitaler oder Service-Produkte nicht möglich: Nur physische Produkte.
  • Kein Produktimport oder -export: Denken Sie also nicht einmal daran, Shops manuell umzuziehen.
  • Wichtige E-Commerce-Funktionen fehlen: Zum Beispiel eine Versandkostenberechnung, Nutzerbewertungen oder Kundenlogins.

Warum lieber Jimdo als Shopify?

Um ehrlich zu sein: Die beiden spielen nicht wirklich in der gleichen Liga. Die einzigen Gründe, sich für Jimdo statt für Shopify zu entscheiden, sind der günstige Preis und der Support auf Deutsch.

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Magento

Es gibt mehrere Gründe, warum Sie schon von Magento gehört haben könnten. Erst wurde es 2011 von eBay gekauft. Dann wurde es Mitte 2018 an Adobe verkauft. Wenn Sie den Überblick darüber behalten wollen, was mit der Plattform geschieht, sind diese ganzen Wechsel in Bezug auf den Eigentümer vielleicht etwas besorgniserregend. Nach dem heutigen Stand handelt es sich aber um eine CMS-Plattform, deren Fokus auf dem Verkauf von Produkten liegt und die als Open-Source-Ökosystem aufgebaut ist.

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Es ist etwas schwierig abzuschätzen, was man genau von Magento erwarten kann, aber das System scheint auf jeden Fall auch auf bekanntere Shops ausgerichtet zu sein; nachfolgend kommen wir in diesem Zusammenhang auf den Preis und die Gründe zu sprechen, warum man sich für dieses Tool und nicht für Shopify entscheidet.

Preise von Magento

Es ist ein bisschen wie bei WooCommerce. Die CMS-Software ist umsonst, aber Sie müssen unter anderem für Hosting, Plugins und Themes zahlen. Außerdem verlangt Magento mehr in Bezug auf die Servervoraussetzungen. Auch eine cloudbasierte Plattform stellt der Anbieter zur Verfügung, hinsichtlich der Kosten ist er jedoch etwas verschwiegen.

Warum lieber Magento als Shopify?

Wie bereits erwähnt, lässt sich das zu diesem Zeitpunkt nur schwer sagen. Adobe hat nicht die beste Vergangenheit, wenn es darum geht, bei seinen erworbenen Produkten zu bleiben. Wenn Sie ein etabliertes B2B- oder B2C-Unternehmen sind, lohnt es sich wahrscheinlich, direkt bei deren Beratern nachzuhaken. Arbeiten Sie außerdem schon sehr lange mit der Adobe Cloud, ist es sinnvoll, sich für Magento zu entscheiden.

PrestaShop

PrestaShop wurde 2007 in Frankreich gegründet und ist mittlerweile auch in Italien und Spanien sehr beliebt. Dort nutzen über 250.000 Shops die PHP-basierte Open-Source-Plattform. Es ist davon auszugehen, dass auch in Deutschland die Zahl der PrestaShops steigen wird.

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Erfreulicherweise bietet PrestaShop, im Gegensatz zu anderen Open-Source-Diensten wie WooCommerce, neben den Community-Foren und -Quellen (die ebenfalls ziemlich gut sind) auch einen kostenpflichtigen persönlichen Support.

Preise von PrestaShop:

Zu 100 % kostenlos. Jedenfalls auf dem Papier, denn genau wie bei WooCommerce oder Magento müssen Sie zumindest für Hosting, Themes und Plugins etwas Geld hinlegen.

Warum lieber PrestaShop als Shopify?

Es lohnt sich, dessen Forum und Quellen zu durchstöbern, um zu sehen, wie einfach es ist, Informationen zu finden. Die selbstständige Verwaltung von Open-Source-Plattformen kann etwas schwierig sein, weil Sie ein wenig technisches Know-how brauchen. Wenn Ihnen die Community also zusagt, ist das eine gute Basis.

Squarespace

Squarespace erstellt coole, schicke, wunderschöne Webseiten. Aber reicht das als Grund, um sich zur Erstellung seines Onlineshops für dieses Tool zu entscheiden? Schließlich hat der Anbieter anfangs nicht wirklich geplant, eine bekannte E-Commerce-Plattform zu werden, denn es hat fast 10 Jahre gedauert, bis Squarespace diese Option eingebunden hat.

Dennoch gibt es für den Verkauf Ihrer Produkte mit Squarespace möglicherweise ein paar Vorteile, die unten in der Tabelle gezeigt werden.

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Preise von Squarespace:

  • Business: $18 Für kleine Shops und mit einer Transaktionsgebühr von 3 %.
  • E-Commerce Basis: $26 Keine Transaktionsgebühren.
  • E-Commerce Erweitert: $40 Mit zusätzlichen E-Commerce-Funktionen wie Anbieter-Versandkosten in Echtzeit.

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Vorteile Nachteile
  • Guter Blog: Sie profitieren von einer leistungsstarken Blogging-Funktion, auch die Einbindung funktioniert reibungslos.
  • Express-Check-out: Für schnelle und häufige Verkäufe.
  • Verkauf von Services: Nicht einfach nur physische oder digitale Produkte.
  • Kein gutes SEO: Squarespace lässt Sie die SEO-Produktinformationen nicht bearbeiten. Diese sind Teil Ihrer Produktbeschreibung.
  • Nicht die einfachste Bedienung: Vor allem verglichen mit Wix, Jimdo oder Weebly.

Warum lieber Squarespace als Shopify?

Es ist eine gute Lösung, wenn Ihr Ziel eine schöne Seite mit einem ordentlichen Blog ist. Das Tool ist ein wenig günstiger als Shopify, aber nicht viel. Letztendlich geht es eher darum, ob Ihnen die klare, minimalistische Optik von Squarespace gefällt.

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Weebly

Wie wir bereits in unserem vollständigen Testbericht zum Homepage-Baukasten Weebly geschrieben haben: Die Nutzung der Plattform kann man sich so vorstellen, als ob man in eine fremde Küche kommt und sofort alles zum Kochen findet. So intuitiv ist die Lösung.

Diese Benutzerfreundlichkeit findet man auch im Bereich E-Commerce. Es ist super leicht, Produkte hinzuzufügen und zu bearbeiten, allerdings gibt es auch einen triftigen Grund, warum wir Weebly nur für „kleinere“ Onlineshops empfehlen würden. Im Vergleich zu Plattformen, die auf E-Commerce ausgerichtet sind, fehlt es Weebly manchmal an Funktionen, wie Sie im Video oder bei den Vor- und Nachteilen unten sehen werden.

Preise von Weebly:

  • Pro: $12 Verkauf von 25 Produkten, bei einer Transaktionsgebühr von 3 %.
  • Business: $25 Unbegrenzter Verkauf von Produkten, keine Gebühr oder Steuern und verschiedene Versandoptionen.
  • Business Plus: $38 Alle Business-Features sowie erweiterte E-Commerce-Funktionen enthalten (z. B. automatisierte Versandkosten)

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Vorteile Nachteile
  • Benutzerfreundlichkeit: Auch hier gilt, dass Weebly für absolute Anfänger kaum zu übertreffen ist.
  • Integrierte SSL-Sicherheit: Manche Plattformen berechnen gerne eine Extragebühr für guten Schutz, Weebly aber nicht.
  • Kein Kundenlogin: Nicht so toll, wenn man sich ein genaueres Bild von seinen Käufern machen will.
  • Nicht erweiterbar: Die für größere Shops fehlenden Funktionen können zum Problem werden, wenn Ihr Geschäft mit der Zeit wächst.


Warum lieber Weebly als Shopify?

Wenn Sie am meisten Wert auf Einfachheit legen, dann ist Weebly die nahezu perfekte Lösung. Die Plattform bietet auch eine super Bloggingmöglichkeit und einen Seiteneditor, wenn Sie also in Zukunft Content planen, der sich nicht auf E-Commerce bezieht, und einen Onlineshop als Bonus wollen, ist Weebly fantastisch.

> Mehr Informationen gibt‘s im Testbericht

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Ecwid

Ecwid darf nicht mit einer eigenständigen E-Commerce-Plattform verwechselt werden, denn eigentlich handelt es sich hier um ein cleveres Plugin, das man zu jeder Website hinzufügen kann, um einen Shop zu integrieren. Genau wie bei WooCommerce gibt es eine kostenlose Option (nicht Open-Source), doch der größte Vorteil ist, dass Sie keine WordPress-Seite brauchen. Es klappt mit jedem Anbieter.

Das Beste ist, dass sich Ecwid überraschenderweise leicht benutzen lässt. Mir gefällt, dass man mit Ecwid praktisch jede Website in einen voll funktionsfähigen Online Shop verwandeln kann und das zu einem angemessenen Preis. Zu den Nachteilen gehören die fehlenden Designmöglichkeiten und die begrenzte Flexibilität. Trotzdem sind die restlichen Funktionen ziemlich leistungsstark, wie Sie im Video unten sehen können.

Preise von Ecwid:

  • Free: 0 € für den Verkauf von bis zu 10 Produkten.
  • Venture: 15 € pro Monat für den Verkauf von 100 physischen oder digitalen Produkten.
  • Business: 35 € pro Monat für 2.500 Produkte und einen telefonischen Support.
  • Unlimited: 99 € pro Monat für eine unbegrenzte Produktanzahl und eine eigene Shopping-App für iOS und Android.

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Warum lieber Ecwid als Shopify?

Falls Sie bereits eine Website besitzen und diese nicht umziehen wollen, ist Ecwid eine gute Lösung, da die Integration nur etwa einen Tag dauert.

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Eins vorweg: die nachfolgenden Anbieter haben ihren Kernmarkt in den USA. Das bedeutet, dass es meistens keinen deutschsprachigen Support gibt und gesetzliche Auflagen nur teilweise oder überhaupt nicht erfüllt sind. Leider können wir das nicht überprüfen, aber wir möchten sie Ihnen trotzdem nicht vorenthalten:

BigCommerce

Man sagt, in Texas (wo BigCommerce herkommt) ist alles eine Nummer größer. Was die Anzahl der Funktionen angeht, trifft diese Aussage definitiv zu. Die Lösung bietet deutlich mehr mögliche Produktvarianten als Shopify, Funktionen zu abgebrochenen Einkaufsvorgängen, unglaublich viele Bezahlmethoden usw. Im Grunde hat man alle Mittel, um riesige Onlineshops zu erstellen, es sieht zumindest danach aus.

Aber könnte es für Ihre Ansprüche einen „Overkill“ bedeuten? Oder ist die Lösung zu kompliziert, um damit durchzustarten? Erfahren Sie dazu mehr im nachfolgenden Video oder lesen Sie weiter unten direkt die Vor- und Nachteile von BigCommerce.

Preise von BigCommerce

  • Standard: 29,95 $ / Monat – Verkaufen Sie eine unbegrenzte Zahl an Produkten.
  • Plus: 79,95 $ / Monat – Inklusive Wiederherstellung von Warenkörben bei abgebrochenen Einkäufen.
  • Pro: 249,95 $ / Monat – Hier kann man Google-Bewertungen und Produktfilter integrieren.
  • Enterprise: Individuelles Angebot. Ein BigCommerce-Vermarkter wird Ihnen mit Ihrem Shop weiterhelfen.

Ein wichtiger Hinweis: Die Tarife bei BigCommerce sind im Jahresumsatz begrenzt. Wenn Ihre jährlichen Verkäufe über eine bestimmte Zahl hinausgehen, müssen Sie zu einem höheren Tarif wechseln.

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Vorteile Nachteile
  • Bis zu 600 Produktvarianten: Das lässt Shopify mit seinen 100 Varianten recht mickrig erscheinen. Natürlich können Sie eine der Shopify-Apps benutzen, das ist aber ehrlich gesagt keine sehr schöne Lösung.
  • Keine Transaktionsgebühren: Was Sie erzielen, gehört auch Ihnen!
  • Ausgezeichnetes SEO: Wahrscheinlich eine der besten Alternativen, um Ihr Ranking in den Suchmaschinen zu verbessern.
  • Begrenzter Umsatz: Achten Sie darauf, im Rahmen Ihres entsprechenden Umsatzvolumens zu bleiben, ansonsten ordnet BigCommerce Sie eine Preisstufe höher ein. Shopify wird das nicht tun.
  • Nicht gut für regulären Content: Selbst die Erstellung einer „Über uns“-Seite ist nicht so leicht, wie es sein sollte.
  • Kein mehrsprachiger Shop: Es sei denn, Sie möchten ihn gerne selbst programmieren.

Warum lieber BigCommerce als Shopify?

Sie sehen selbst: Es gibt bei beiden Lösungen ein paar ähnliche Nachteile. Der wichtigste Grund, sich für BigCommerce statt für Shopify zu entscheiden, ist meiner Meinung nach aber die Art und Weise der Produktverwaltung, besonders für sehr große Shops. Außerdem gibt es keine zusätzlichen Transaktionsgebühren. Ein Versuch lohnt sich jedenfalls, um einen Einblick in den Umgang mit Produktvarianten und Listings zu erhalten.

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Volusion

Volusion, ein weiteres Unternehmen aus Texas, ist mittlerweile fast 20 Jahre alt, und die Zahl der Verkäufe, die es laut eigenen Angaben abgewickelt hat, würde es an die Spitze aller Mitstreiter setzen: 28 Milliarden $.

Man würde erwarten, dass diese eindrucksvolle Zahl von der Benutzerfreundlichkeit der Plattform herrührt. Wie Sie weiter unten bei den Vor- und Nachteilen (oder im Video) sehen werden, gehört das allerdings nicht zu den Stärken von Volusion. Schauen wir uns trotzdem einmal an, was dieses System vom Rest abhebt.

Preise von Volusion

  • Personal: 29 $ / Monat – bis zu 50.000 $ Umsatz
  • Professional: 79 $ / Monat – bis zu 100.000 $ Umsatz.
  • Business: 299 $ / Monat – bis zu 500.000 $ Umsatz.
  • Custom: Unbegrenzte Produktanzahl und ein persönlicher Account-Manager.

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Vorteile Nachteile
  • Funktionen: Jede Menge fertige Features fürs Marketing, Upselling oder Listing.
  • Gute Werbeoptionen: Mir gefällt besonders die „Deal of the Day“-Funktion, die Nutzer auf eine exklusive Landingpage weiterleiten kann.
  • Keine Transaktionsgebühren: Im Gegensatz zu Shopify berechnet Volusion bei keiner Bezahlmethode Transaktionsgebühren.
  • Keine integrierte Bloggingmöglichkeit: Eine erhebliche Beeinträchtigung fürs Content-Marketing.
  • Gewaltiger Lernprozess: Die Benutzung ist definitiv nicht so einfach wie bei Shopify.
  • Versteckte Gebühren: SSL ist nicht enthalten und es fallen zusätzliche Kosten für Bandbreite und Backup an. Ziemlich hinterlistig.

Warum lieber Volusion als Shopify?

Wenn Sie es schaffen, die potenziellen Extragebühren zu vermeiden, gibt Ihnen Volusion mit seiner umfangreichen Liste an Funktionen wahrscheinlich gute Mittel an die Hand, um Ihre Umsätze zu steigern. Sie brauchen zwar ein bisschen länger Ihren Shop einzurichten als mit Shopify, aber insgesamt ist es für diejenigen eine brauchbare Alternative, die genau wissen, was sie erreichen wollen.

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PinnacleCart

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Diese E-Commerce-Lösung ist schon seit über 15 Jahren auf dem Markt und betreibt mehr als 30.000 Onlineshops. Sie können Ihren Shop von PinnacleCart hosten lassen, aber auch eine unbefristete Lizenz erwerben und Ihre Seite über Ihren Lieblings-Anbieter hosten, vorausgesetzt, dieser erfüllt die technischen Anforderungen.

Die Plattform hat rund 12 kostenlose E-Commerce-Vorlagen im Angebot, die Sie nutzen können. Diese sind responsive, also sehen sie auf jedem Gerät gut aus. Die Nutzung des Backends (z. B. das Hinzufügen von Produkten) ist einfach und intuitiv, ohne dass es zu Problemen kommt.

Obwohl einige externe Apps eingebunden sind (z. B. Avalara, Facebook oder Mailchimp), bietet das App-Center nicht so viele unterschiedliche Features wie Shopify. Achten Sie darauf, dass Sie mit den verfügbaren Integrationen das erhalten, was Sie benötigen.

Auch die Menge der angebotenen Zahlungs-Gateways ist beeindruckend: PayPal, Stripe, 2Checkout, Skrill, Authorize usw.

Preise von PinnacleCart

  • Start Up: 44,95 $ pro Monat für 1 GB Speicherplatz und 2 GB Bandbreite.
  • Started: 94,95 $ pro Monat für 10 GB Speicherplatz und 20 GB Bandbreite plus die Integration von Quickbooks.
  • Advanced: 199,95 $ pro Monat für unbegrenzt Speicherplatz und Bandbreite. Außerdem steht Ihnen ein Priority-Support zur Verfügung.

Hinweis: In allen PinnacleCart-Tarifen ist die Anzahl der Produkte und Administrator-Konten unbegrenzt. Darüber hinaus erhebt PinnacleCart auch bei keinem der Tarife Transaktionsgebühren.

Warum lieber PinnacleCart als Shopify?

Shopify ist insgesamt ein umfangreicheres Tool als PinnacleCart, vor allem im Hinblick auf die verfügbaren Integrationen. Wenn Sie allerdings auf der Suche sind nach einer Alternative, die Ihnen unbegrenzt viele Admin-Konten bietet und keine zusätzlichen Transaktionsgebühren erhebt, oder Sie Ihren Shop extern hosten möchten, könnte PinnacleCart die richtige Plattform für Sie sein.

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Simvoly

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Simvoly wurde 2016 in Bulgarien gegründet und gibt an, bereits 13.000 aktive Nutzer zu betreuen. Diese Zahl kann zwar nicht mit Shopify mithalten, aber für ein junges Start-up ist das schon einmal nicht schlecht.

Der Editor ist noch verbesserungsfähig, denn einige Funktionen wurden noch nicht implementiert (z. B. wenige Integrationen). Noch dazu sind manche der E-Commerce-Optionen ein wenig zu simpel gestaltet (z. B. Versand und Steuern).

Allerdings liegt der Schwerpunkt der Plattform auf der Optimierung der Conversion Rate, was einen einzigartigen Ansatz darstellt. Das Tool bindet Möglichkeiten zur Funnel-Optimierung sowie A/B-Tests ein:

  • Dank integriertem Funnel-Builder und -Analyse können Sie Ziele festlegen und Ihre Funnel-Schritte individuell anpassen (Landingpages, Pop-ups, Bezahlvorgang und Danke-Seite). Da die Lösung auch eine Analysefunktion enthält, können Sie sehen, welcher Funnel-Schritt Erfolg hat und welcher nicht.
  • Eingebundene A/B-Testfunktionen für die Funnels ermöglichen Ihnen, für jeden Schritt ein paar Variationen zu testen und herauszufinden, wann die besten Conversion Rates erzielt werden.

Preise von Simvoly

  • Personal: 12 $ pro Monat für 20 Seiten, 5 Produkte, 1 Funnel und 1 Domain-Verknüpfung.
  • Business: 24 $ pro Monat für eine unbegrenzte Seitenanzahl, 100 Produkte, 5 Funnel und 1 Domain-Verknüpfung.
  • Growth+: 59 $ pro Monat für eine unbegrenzte Anzahl an Seiten und Produkten sowie 30 Domain-Verknüpfungen und Funnel.
  • Pro: 149 $ pro Monat für eine unbegrenzte Anzahl an Seiten, Produkten, Funnel und Domain-Verknüpfungen.

Warum lieber Simvoly als Shopify?

Simvoly bietet ein wenig mehr Kontrolle über Ihr Design und Layout, dafür sind die E-Commerce-Funktionen etwas begrenzter (z. B. Versand, Steuern und Bezahlmethoden).

Den größten Vorteil stellen natürlich die Optionen zur Funnel-Optimierung dar. Diese sind besonders nützlich bei der Erstellung von Landingpages.

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Big Cartel

Im Gegensatz zu anderen Shopify-Konkurrenten spricht Big Cartel gezielt eine Nische an: Künstler, Kunsthandwerker und Gestalter. Die Websites, die Big Cartel erstellt, könnten auch verschiedene Versionen von Etsy sein, denn die von der Plattform bevorzugten Designs sorgen für eine gewisse kunstvolle, Do-it-yourself-Ästhetik.

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Funktioniert es? Anscheinend schon. Laut ihrer Website hat die Plattform ihren Nutzern seit 2005 dabei geholfen, Produkte im Wert von rund 2,5 Milliarden $ zu verkaufen. Und Big Cartel scheint wirklich mit Begeisterung die Kunst-Community zu fördern, da alle Mitarbeiter einen künstlerischen Hintergrund haben.

Preise:

  • Gold (Kostenlos): 0 $ pro Monat für den Verkauf von bis zu 5 Produkten.
  • Platinum: 9,99 $ pro Monat für den Verkauf von bis zu 25 Produkten.
  • Diamond: 19,99 $ pro Monat für den Verkauf von bis zu 100 Produkten.
  • Titanium: 29,99 $ pro Monat für den Verkauf von bis zu 300 Produkten.

Warum lieber Big Cartel als Shopify?

Selbstverständlich eignet sich die Plattform für diejenigen, die Produkte im Bereich Musik, Film, Fotografie oder Kunst online verkaufen wollen. Big Cartel ist aber auch ein unabhängiges Unternehmen mit einer coolen DIY-Einstellung, und vielleicht ist es das, was diese Lösung für Sie interessant macht.

3dcart

Interessanterweise wurde 3dcart zur privaten Nutzung entwickelt, bevor es 2001 auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. In ihrem fast 20-jährigen Bestehen hat sich die Lösung nicht wirklich einen Namen gemacht, aber sie wurde hochgelobt von Amazon, als der Onlineversandhändler verkündete, dass sie für dessen Auftragsabwicklung die bevorzugte E-Commerce-Plattform wäre.

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Was die Funktionalität angeht, stehen Ihnen ein paar nette Tools wie ein Live-Chat, die Möglichkeit der Produktbündelung sowie Geschenkgutscheine zur Verfügung. Das ist nicht schlecht angesichts der Tatsache, dass die Kosten niedriger sind als bei der Konkurrenz, wenn Sie Produkte in unbegrenzter Zahl verkaufen möchten, ohne Transaktionsgebühren zu zahlen.

Preise von 3dcart:

  • Startup: 19 $ pro Monat für den Verkauf von bis zu 100 Produkten.
  • Basic: 29 $ pro Monat für eine unbegrenzte Anzahl an Produkten und 2 Mitarbeiterzugänge.
  • Plus: 79 $ pro Monat für 5 Mitarbeiterzugänge.
  • Pro: 229 $ pro Monat für API-Zugriff.

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Warum lieber 3dcart als Shopify?

Hauptsächlich wegen des Preises. Wahrscheinlich lohnt es sich auch, das Tool mal auszuprobieren, wenn Sie den Versand durch Amazon (FBA) nutzen, um Ihre Produkte weltweit zu versenden.

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Was ist für Sie also die beste Shopify-Alternative?

Wie Sie sich vielleicht vorstellen können, hängt es letztendlich von Ihren Prioritäten ab. Da fallen einem ein paar Punkte ein – die gute Nachricht ist, dass Sie eine riesige Auswahl haben.

  • Größere Onlineshops: WooCommerce kann fast alles, was Shopify bietet, ist aber leider wesentlich komplizierter.
  • Weniger technisches Know-how: Es gibt nur einige Website-Baukasten mit E-Commerce-Option, die gleichzeitig benutzerfreundlich sind. Wir denken da an Jimdo und Wix.
  • Günstigere Alternativen: Ein Plugin ist hier ein guter Kompromiss, z. B. WooCommerce, Magento, Wix oder Ecwid. Jimdo bietet ebenfalls einen kostenlosen Tarif an.
  • Schwerpunkt auf Content-Marketing: Blogger, die beispielsweise auch Produkte verkaufen, sollten sich am besten einmal Weebly oder Squarespace anschauen.

Also, was denken Sie? Würden Sie die Shopify-Konkurrenz testen oder trotzdem weiter bei der bewährten Plattform bleiben? Teilen Sie mir Ihre Meinung und Fragen unten im Kommentarbereich mit!

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