Wie viel kostet eine Website? Wir sehen uns 6 verschiedene Homepage-Typen an

September 21, 2016 Published by Leave your thoughts

Was kostet eine Webseite?

Sie haben eine geniale Idee und spielen mit dem Gedanken eine eigene Website zu erstellen? Gut, denn dann sind Sie hier genau richtig! Wir zeigen Ihnen, wie Sie richtig kalkulieren, um eine Vorstellung zum Kostenrahmen zu bekommen. Ebenso zeigen wir Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben, um an Ihr Ziel zu kommen – egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener.

Welche Art von Website wollen Sie erstellen?

Es gibt ein paar generelle Typen von Webseiten, die wir hier mal kurz überreißen wollen. In steigender Reihenfolge sehen Sie auch gleich die Schwierigkeit. Dazu kommen wir dann auch gleich im nächsten Punkt.

Schwierigkeit einer Webseite

Blog

Ein Blog ist interessant, wenn Sie wirklich regelmäßig Artikel verfassen. Besucher Ihres Blogs können einen RSS-Feed abonnieren und werden darüber informiert, sobald ein neuer Artikel erschienen ist. Es gibt zahlreiche Blogsysteme, viele darunter auch kostenlos.

Schwierigkeit: leicht

Private Webseite

Sie haben kein kommerzielles Interesse und wollen z.B. ein Portfolio erstellen, um ein paar Bilder, die Sie gemalt haben, online zu stellen. Vielleicht wollen Sie auch nur Ihre Familiengeschichte online festhalten. Die Möglichkeiten sind zahlreich.

Schwierigkeit: leicht

Firmenwebseite

Professionelles Auftreten ist hier sehr wichtig, denn die geschäftliche Webseite wird für viele der erste Berührungspunkt mit Ihrer Firma sein. Besucher sollen Kunden werden und so einfach wie möglich, sich mit Ihnen in Verbindung setzen können.

Schwierigkeit: mittel

Online-Shop

Sie wollen etwas online verkaufen? Die richtige Wahl der Shop-Plattform ist hier entscheidend, denn nicht alle Shops erfüllen immer die notwendigen Kriterien. Neben den Grundfunktionen (Bezahlarten, Versandoptionen etc.) ist ein gesetzlich konformes Auftreten absolut essentiell.

Schwierigkeit: mittel bis schwer

Mitgliedsseite

Hier gibt es mehrere Varianten: die simpelste wäre, die Seite mit einem Passwort zu schützen. In der nächsten Stufe hat jeder Besucher seinen eigenen Login. Kompliziert wird es, wenn angemeldete Nutzer für exklusive Inhalte (z.B. Videokurse) bzw. die Mitgliedschaft bezahlen sollen. Das kann einmalig sein oder per Abo-Bezahlmodell funktionieren.

Schwierigkeit: mittel bis schwer

Web-Applikation (Vergleichsseite, Verzeichnis, Reiseportal,…)

Besucher Ihrer Seite haben die Möglichkeit eine Anwendung zu nutzen. Das heißt ganz einfach, das Sie z.B. nach Flügen suchen können oder diese miteinander vergleichen. Bei einer Webapplikation passiert einiges im Hintergrund der Website: Algorithmen berechnen und filtern Suchergebnisse. Weitere Beispiele für hochkomplexe Webapps wären Facebook oder Airbnb.

Zudem kommuniziert sie mit anderen Applikationen, z.B. über eine API. Hört sich kompliziert an? Ist es auch!

Schwierigkeit: schwer

Wie schätze ich den Aufwand meiner Webseite richtig ein?

Im Wesentlichen müssen Sie drei Aspekte berücksichtigen, um ein Website-Projekt auf die Beine zu stellen: Zeit, Geld und Know-How. Schauen wir uns dazu folgende Diagramme an.

Zeit, Geld, Know-How Zusammenhang

In Abb. 1 sind alle drei Ressourcen gleichermaßen vorhanden. Das Kreis-Diagramm in der Mitte Abb. 2 weist einen akuten Zeitmangel auf. Sie werden mehr Geld und Know-How benötigen, um dieses Defizit ausgleichen zu können. Im Diagramm Abb. 3 ist zwar weniger Know-How und Geld vorhanden, aber das kann über die Zeit ausgeglichen werden (z.B. Kurse belegen, Angebote vergleichen von Dienstleistern, etc.).

Was bedeutet das konkret?

Fangen wir mit dem einfachsten Punkt an: Geld. Je mehr davon, desto besser. Ihnen sind keine Grenzen gesetzt. Schnappen Sie sich einen Entwickler und sagen Sie ihm, was er tun soll. Sie wären aber wohl nicht hier, wenn Sie über eine unerschöpfliche Geldquelle verfügen würden. Eins kann man trotzdem an dieser Stelle festhalten: Geld kann am einfachsten die Mängel von technischem Know-How und Zeit auffangen.

Wer wenig Zeit zur Verfügung hat, kann dieses Problem z.B. mit einem Entwicklerteam lösen. Dieses wird zwar schneller arbeiten als ein Teilzeit-Programmierer, kostet aber auch entsprechend. Die andere Möglichkeit besteht darin, dass Sie selbst mitarbeiten (Know-How vorausgesetzt) und so das Projekt beschleunigen. Auch wichtig: je länger Sie brauchen, die Seite zu erstellen, desto mehr Möglichkeiten entgehen Ihnen, ein Geschäft zu machen. Gerade im E-Commerce-Bereich spielt das eine große Rolle.

Das technische Know-How ist für viele die größte Herausforderung. Ob Sie es glauben oder nicht, aber Sie können eine Webseite ohne Programmierkenntnisse erstellen. Die Crux ist aber die Art von Projekt. Knopfdruck-Lösungen gibt es keine und je nach Projekttyp können hier die Anforderungen enorm steigen.

Welches System sollte ich verwenden?

Die technischen Anforderungen eines Projektes bestimmen, welches System für Sie in Frage kommt. Größte Freiheit haben Sie natürlich, wenn Sie selbst programmieren können. Falls dies aber aus Kenntnis-, Zeit- oder Aufwandsgründen nicht möglich ist, können Sie auch auf vorgefertigte Lösungen zurückgreifen. Sie wurden so konzipiert, dass Sie keine Programmierkenntnisse für die Bedienung benötigen.

Homepage-Baukasten – einfach und günstig, aber limitiert

Der mit Abstand leichteste Einstieg ist ein Homepage-Baukasten. Blogs, kleinere Online-Shops, private und geschäftliche Seiten können Sie bereits damit umsetzen. So gut wie alle erlauben es auch die Website oder bestimmte Bereiche mit einem Passwort zu schützen. Anmelden, Design aussuchen, los geht’s!

Die meisten können Sie völlig unverbindlich und kostenlos testen. Das ermöglicht Ihnen herauszufinden, ob der Homepage-Baukasten sich für Ihr Projekt tatsächlich eignet.

Im Preis inbegriffen sind Hosting, Designs, Updates (Sicherheit, Weiterentwicklung, etc.) und Support. Einige Anbieter beinhalten sogar die Domain mit SSL-Zertifikat und E-Mail-Hosting. Genaue Infos dazu, können Sie unseren Testberichten entnehmen.

Anbieter: Jimdo, Weebly, Wix, 1&1 E-Shop, etc.

Kostenfaktor: 0 – 35€ / Monat.

VorteileNachteile
Geld und ZeitersparnisPreisliche Gebundenheit an Hersteller
Kein technisches Know-How notwendigEher für "einfache" Projekte gedacht
Unverbindliches Testen möglich
Kosten überschaubar

Content-Management-System (CMS) – für mittelkomplexe Projekte

Ein CMS kommt zum Einsatz, wenn beim Einstellen der Inhalte nicht direkt im Code gearbeitet werden soll. Streng genommen sind Homepage-Baukästen auch nichts anderes, jedoch sind sie wesentlich einfacher aufgebaut als viele “klassische” CMS.

Das weltweit populärste CMS ist WordPress. Es wurde ursprünglich zum Bloggen verwendet, kann aber mittlerweile auch problemlos für viele andere Webprojekte eingesetzt werden (z.B. Mitgliedseite mit Bezahlfunktion). WordPress ist ein sogenanntes Open-Source-System. Das bedeutet, dass es völlig kostenlos ist (auch für kommerzielle Zwecke). Für was zahlt man dann eigentlich? Web-Hosting, E-Mail-Hosting, Domain, SSL-Zertifikat, Theme, Plugins, Support.

Je nachdem, was Sie benötigen, geht die Preiskurve nach oben. Der preisliche Unterschied zu einem Homepage-Baukasten ist, dass viele Zusatzkosten hinzukommen können, die auf dem ersten Blick nicht offensichtlich sind. Das gilt vor allem für kommerzielle Seiten, die normalerweise durch einen Programmierer individuell angepasst werden. Da hier Sicherheit und professionelles Auftreten absolute Prio haben sollten, reichen kostenlose Themes, Plugins, etc. oftmals nicht aus.

Eine Anmerkung aus eigener Erfahrung:

Nachdem wir WebsiteToolTester mit einem Homepage-Baukasten gestartet hatten, mussten wir auf ein flexibleres System umsteigen. Unsere Wahl fiel auf WordPress. Da wir ein paar Features benötigten, wie z.B. unseren Direktvergleich, kam ein Design von der Stange nicht in Frage. Wir hatten uns verschiedene Angebote eingeholt von Entwicklern abgeholt. Die Kostenvoranschläge schwankten zwischen 2000 bis 8.000€. Das Theme-Design vom Grafiker war hier noch nicht mal mitinbegriffen.

VorteileNachteile
System sehr gut anpassbarBedienung nicht besonders anfängerfreundlich
Flexible Zugriffskontrolle von NutzernTechnisches Know-How notwendig
Freie Wahl des HostingsKein Support inbegriffen
Kosten überschaubarKosten können stark schwanken

Anbieter: WordPress, Joomla!, Magento, etc.

Kostenfaktor: Erstmalige Erstellung: ab 100€ für ganz einfache WordPress-Websites (z.B. hier), das kann aber auch sehr schnell steigen, je nach individueller Anforderung. Hosting 5 – 40€ pro Jahr, Domain 8-20€ pro Jahr, SSL-Zertifkat, Premium-Theme $40-100, Premium-Plugins $5 – 200.

Individuelle Lösung – für große Pläne mit ebenso großen Budgets

Wenn ein Homepage-Baukasten oder Open-Source CMS nicht geeignet sein sollten, benötigen Sie eine individuelle Lösung. Ohne Programmierkenntnisse oder das nötige Kleingeld geht hier gar nichts.

Wenn Sie eine Idee haben, dann müssen Sie diese auch visuell entwerfen. Dazu benötigen Sie in aller Regel einen Designer. Hier reicht es aber nicht nur festzuhalten, wie das Produkt aussieht, sondern es muss auch das Verhalten der Website (Menüs, Scrolling, mobile Ansicht) dokumentiert werden.

Ohne diese Infos kann ein Programmierer keine zufriedenstellenden Resultate abliefern. Das Resultat muss nach Fertigstellung natürlich getestet werden. Es werden Ihnen leicht Kosten im fünf bis sechsstelligen Bereich entstehen, wenn Sie ohne Kenntnisse bei Null anfangen. In diesem Falle würden wir zudem empfehlen einen erfahrenen Projektmanager hinzuzuziehen.

Bevor Sie sich in so ein kostspieliges Abenteuer stürzen, raten wir Ihnen eine fundierte Marktanalyse vorzunehmen. Ist die Nachfrage groß genug? Wie ist die Konkurrenz aufgestellt? Was ist der Mehrwert Ihres Produktes.

Wir bekommen immer wieder Emails in denen User z.B. Facebook, ebay oder Airbnb kopieren möchten und davon träumen mit Klick-Werbung reich zu werden. Im Grunde ist das etwas, was es schon gibt, aber mit nerviger Werbung. Wo liegt hier der Vorteil für den Kunden? Nervige Werbung mag niemand und ist als Business-Modell auch selten wirklich lukrativ.

Solche Projekte wären aber auch nicht mit einer Handvoll Entwicklern zu stemmen. Da brauchen Sie ein eingespieltes Team mit viel Ahnung.

Anbieter: Freelancer, Agenturen

Kostenfaktor: ab 10.000€ ohne Grenzen nach oben. Dazu kommen Kosten für Hosting, die irgendwo zwischen 50-500€ liegen werden.

Wo finde ich passende Dienstleister?

Zunächst einmal kann es sich lohnen sich im Bekanntenkreis umzuhören. Doch auch hier sollten Sie nicht gleich blind vertrauen! Uns sind einige Fälle bekannt, wo Verwandte oder Freunde beauftragt wurden, nur um später im Streit auseinanderzugehen.

Eine andere Möglichkeit ist Xing, dort gibt es Gruppen, wo man Projekte anbieten kann. Für uns hat es allerdings bislang immer am besten mit Freelancer Portalen wie Upwork funktioniert. Dort schreibt man sein Projekt aus und erhält dann Angebote aus aller Welt. Ein vergleichbares Portal in Deutschland ist Twago. Für Designer gibt es darüber hinaus auch 99Designs.

Speziell für die Designersuche bietet sich dribbble an. Dort stellen Grafiker ihre Portfolios zu Schau. Sie können das nutzen, um passende Leute anzusprechen und zu Ihrem Projekt einzuladen.

Hier noch eine kurze Checkliste für die Auswahl von Dienstleistern:

  • Portfolio und Referenzen prüfen
  • Mindestens drei Angebote einholen
  • Bewertungen checken (wenn verfügbar)
  • Persönliches Kennenlernen (auch per Telefon oder Skype möglich), um zu prüfen, ob die Chemie stimmt
  • Verfügbarkeit und Zeitrahmen prüfen

Welche Website-Kosten fallen sonst noch an?

Wer als Firma einen professionellen Eindruck hinterlassen will, sollte bei der Website-Gestaltung auf einen Style-Guide zurückgreifen. Hier wird unter anderem die Verwendung vom Logo, Schriftarten, Farben und Bildsprache festgelegt.

Vielleicht werden Sie auch Hilfe bei der Erstellung Ihrer Texte benötigen. Ein guter Text schreibt sich nicht von alleine und im Hinblick auf das Thema Suchmaschinen-Optimierung (SEO) gilt es hier einiges zu beachten. Egal, für welches System Sie sich entscheiden, aber wer nicht genügend Zeit in SEO investiert, wird langfristig keine großen Erfolge in Google & Co. erzielen.

Im Bereich eCommerce werden Sie evtl. rechtlichen Beistand benötigen. Gerade Lösungen aus dem US-Markt sind oftmals nicht dem E-Commerce-Recht in Deutschland und der EU im Einklang.

Auch der Newsletter-Versand ist oft ein beliebtes Thema. Zwar gehört das in gewisser Hinsicht zur Webseite dazu, ist aber ein völlig eigenständiges Gebiet. Das gilt für sämtliche Marketing-Maßnahmen (Social Media, Google AdWords, Display-Werbung, etc.).

Kostenfaktor: individuell stark unterschiedlich

Zusammenfassung

Also, was kostet jetzt eine Webseite? Pauschal kann man das leider nicht sagen, aber mit der Übersicht, die wir Ihnen gegeben haben, können Sie schon mal abschätzen, was für ein System Sie benötigen.

Homepage-Baukästen sind hier am transparentesten. Die Kosten sind überschaubar und können gut zugeordnet werden. Mehr als 30€ monatlich werden Sie wohl kaum bezahlen müssen. Online-Shops können im Preis etwas steigen. Das hängt meistens von der Produktanzahl ab. In aller Regel bewegen sich hier die Preise zwischen 30 und 300€ im Monat.

Wer mit einem CMS wie WordPress arbeiten möchte, kann mit einem günstigen Hosting und einer Domain für ca. 5€ im Monat starten. Von der Entwicklung bis zur Verwendung von Plugins sind hier keine Grenzen nach oben. Gerade bei WordPress kann es sich lohnen sich selbst Wissen anzueignen, vorausgesetzt Sie interessiert das Thema sowieso.

Gleiches gilt auch für die Erstellung einer Webapplikation. Da es hierfür keine Standard-Lösungen gibt, kann ein Projekt ohne weiteres in den sechsstelligen Bereich geraten. Expertenkenntnisse sind hier das A und O.

Haben Sie eine Frage zu Ihrem Projekt? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar. Wir helfen Ihnen gerne!

Armin

Verfasst von Armin (22 posts)

Hi! Mein Name ist Armin Pinggera. Wenn Sie Fragen und Anregungen zu diesem Artikel haben, dann schreiben Sie uns einfach einen Kommentar. Ich freue mich von Ihnen zu hören!

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